10. Oktober 2008

Wellnessambiente für wenig Geld

(tmn) – Schlichte Bäder sind nicht mehr gefragt. „Doch viele Badbesitzer wagen wegen der hohen Investitionskosten nicht, ihr Badezimmer umzugestalten“, sagt Frank Linnig von der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft (VDS) in Bonn. Doch es muss nicht immer ein Komplettumbau sein – oft lässt sich schon mit vergleichsweise wenig Aufwand ein bisschen Wellness ins Bad bringen.

Sehr einfach und mit wenig Geld können bestehende Duschen umgestaltet werden. „Schon ab 50 Euro aufwärts gibt es neue Brauseköpfe mit verschiedenen Strahlenvarianten“, so Linnig. Die Palette der Möglichkeiten reicht vom harten Massagestrahl bis hin zu feinem Regen. Nachträglich für 100 bis 200 Euro nachrüsten lassen sich auch Tellerkopf- und Handbrausen, bei denen weiche Tropfen über den Körper fließen. „Statt mit Duschkopf kann die Dusche auch mit einem sogenannten Paneel mit Seitendüsen, Kaskadenduschkopf und Handbrausen aufgerüstet werden“, erklärt Linnig. Ein solches Paneel können Mieter beim Umzug mitnehmen. Je nach Ausstattung kostet es etwa ab 700 Euro aufwärts.
„Mit einem Duschbad kann man sich schnell fit machen“, sagt Marcus Möllers vom Hersteller Kaldewei in Ahlen. Gebadet wird dagegen gern wegen der entspannenden Wirkung. Aufgrund der unterschiedlichen Vorteile von Badewanne und Dusche ist es ideal, wenn in ein Wellnessbad beides eingebaut werden kann.
Bei sehr kleinen Bädern steht der Bauherr oder Renovierer manchmal vor der Qual der Wahl. Simone Struve vom Hersteller Villeroy & Boch in Mettlach rät in solchen Fällen zu Kombi-Wannen. Sie bieten beide Optionen. Anders als klassische Badewannen, in denen man nicht besonders sicher steht, bieten Kombi-Wannen einen speziell geformten Raum für standsicheres Duschen. Auch für ein Entspannungs- und Erkältungsbad reicht eine solche Wanne.
Whirlwannen werden immer noch als unbezahlbarer Luxus angesehen. Dabei können sie vergleichsweise leicht eine konventionelle Badewanne ersetzen. „Überall dort, wo eine Standardwanne Platz hat, kann auch eine Whirlwanne nachträglich eingebaut werden“, erklärt Möllers. Voraussetzung für den Einbau seien lediglich ein Wasseranschluss und Strom. Whirlwannen und Whirlpools gibt es in unterschiedlichen Formen, Längen, Breiten und Tiefen.
„Im Wohlfühlbad sollten die vielen benötigten Dinge wie Kosmetik, Putzmittel, Handtücher, Ersatzzahnbürsten, Rasierer, Fön und Toilettenpapier möglichst in Schränken verstaut werden“, rät Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM) in Bad Honnef. Denn Ordnung im Bad fördert die Entspannung.
Welche Schrankform zum Einsatz kommt, hängt nicht nur vom Geschmack und Geldbeutel ab, sondern vor allem davon, wie viel Stauraum benötigt wird. Dann fehlt nur noch eine angenehme Beleuchtung – am besten aus mehreren Quellen – und fertig ist das Wellness-Bad.

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