In der Eichendorffstraße erschienen am Montag Arbeiter einer Teerkolonne an der Haustüre einer 82 Jahre alten Frau. Sie boten ihr an, mit Resten einer Großbaustelle ihre Hofeinfahrt zu einem günstigen Preis zu asphaltieren. Nachdem die Frau den Preis auf 1200 Euro heruntergehandelt hatte, arbeitete die Kolonne am Dienstag und Mittwoch tatsächlich. Als die Hälfte der Einfahrt asphaltiert war, kam ein Angehöriger der 82-Jährigen hinzu und wollte sich vergewissern, dass die Rentnerin nicht übers Ohr gehauen wird. Daraufhin machten sich die Arbeiter sofort aus dem Staub. Die Frau hatte zwar erst eine kleinere Anzahlung geleistet, hat jetzt aber eine nur zur Hälfte geteerte Hofeinfahrt. Der Teerkolonne gehörten drei Männer an, die gebrochen Deutsch sprachen. Unterwegs waren diese mit einem weißen, stark verschmutzten Pritschenwagen mit britischem oder holländischem Kennzeichen.
In diesem Zusammenhang gibt die Polizei Tipps, wie man sich vor Betrügereien schützen kann: „Gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit. Lassen Sie sich den Namen der Mitarbeiter, den Firmennamen und den Sitz der Firma geben.“ Die Polizei rät, beim Gewerbeamt nachzufragen, ob die reisende Firma dort angemeldet ist. Zudem solle man sich die Reisegewerbekarte zeigen lassen und Angehörige oder Nachbarn zu den Verhandlungen hinzuziehen, wenn man unsicher ist. Empfohlen wird, die Mitarbeiter nicht unbeobachtet zu lassen. Empfehlenswert sei, sich von einer örtlichen Firma ein Angebot geben zu lassen und beide Offerten miteinander zu vergleichen. Im Schadensfall sei unbedingt Anzeige zu erstatten. (red)




