pattonville | 31. Oktober 2012

Mit Softair Zwölfjährigen angeschossen

Junge leicht verletzt – Polizei ermittelt in zwei ähnlichen Fällen gegen mehrere junge Männer

Junge Männer, die mit Gaspistolen, Softairwaffen und Messern auf Spielplätzen hantieren und dabei in einem Fall einen Zwölfjährigen verletzen – die Polizei muss sich gleich mit zwei solcher Vorfälle in Pattonville beschäftigen. Die beiden Fälle hängen jedoch laut Aussage der Polizei von gestern nicht zusammen. Bei den Tätern handelt es sich um unterschiedliche Personen.

Am Mittwoch zwischen 20 und 21 Uhr, tauchten vier junge Männer zwischen 18 und 19 Jahren auf dem Spielplatz in der Denverstraße auf – bewaffnet mit Softairwaffen und Messern. Sie gaben mehrere Schüsse aus der Softairwaffe auf einen zwölf Jahre alten Jungen ab und trafen ihn an der Brust. Als der Junge mit zwei anderen Personen die Flucht ergriff, traf ihn ein weiterer Schuss am Gesäß.

Die Täter konnten gestellt werden, die Waffen wurden in Verwahrung genommen. Der Zwölfjährige wurde durch die Schüsse aus den Softairwaffen leicht verletzt.

Bereits einen Tag zuvor hatte sich ein ähnlicher Fall ereignet. Die Polizei ermittelt gegen vier junge Männer wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz. Nachdem zwei zehn und 13 Jahre alte Schüler am Dienstag kurz vor 14.30 Uhr mehrere Schüsse gemeldet hatten, war die Polizei in die John-F.-Kennedy-Allee ausgerückt. Der Polizei erzählten die beiden Jungen, sie hätten vor der Erich-Bracher-Schule einen Mann beobachtet, der mit einer schwarzen Pistole in der Hand in ein Gebüsch gegangen sei. Kurz darauf hätten sie einen lauten Knall gehört, danach sei der mutmaßliche Schütze aus dem Gebüsch gekommen und habe dreimal in die Luft geschossen.

Als die Polizei eintraf, entdeckte sie vier junge Männer im Alter von 18 bis 20 Jahren; keiner von ihnen wollte die Schüsse abgegeben haben. Alle vier wurden vorläufig festgenommen. Bei der Durchsuchung fand die Polizei bei einem 19-Jährigen drei Patronen und einen Aufsatz für Silvesterraketen, jeweils für eine Gaspistole. Bei einer Suche rund um die Berufsschule wurde eine schwarze Gaspistole des Typs Walter P 22 entdeckt. Alle vier Jugendlichen stritten ab, die Waffe jemals gesehen zu haben.

Der 19-Jährige und zwei 20-Jährige wurden mit auf die Dienststelle genommen. Auf einen der 20-Jährigen traf nach Angaben der Polizei die Personenbeschreibung der Kinder zu. Die Männer waren wieder auf freien Fuß gesetzt worden. (red)

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