Im April hatten die Ermittler erste Hinweise auf den Rauschgifthandel erhalten. Im Anschluss habe sich herausgestellt, dass der 22-Jährige mit Unterstützung von mindestens sechs weiteren jungen Männern im Alter von 21 bis 24 Jahren einen größeren Abnehmerkreis im Raum Bietigheim-Bissingen mit Kokain in nicht geringen Mengen versorgt und sich dabei einer Bietigheimer Kneipe als Umschlagplatz bedient haben soll, heißt es bei der Polizei.
Die Ermittlungen konzentrierten sich dabei zunächst auf zwei 31 und 45 Jahre alte Männer, die die Beamten als mögliche Lieferanten des 22-Jährigen identifiziert hatten. Nachdem die beiden am 10. Juli mit einer geringen Menge Kokain nahe der Enz bei Bietigheim-Bissingen an einem dort angelegten „Rauschgift-Bunker“ festgenommen worden seien, stellte die Polizei in einem weiteren Versteck bei Tamm rund 1,5 Kilogramm Marihuana und eine kleine Schreckschusspistole sicher.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Heilbronn hat der Haftrichter beim Amtsgericht Heilbronn am 11. Juli Haftbefehl gegen diese Tatverdächtigen erlassen. Sie befinden sich seither in Haft.
Am frühen Dienstagmorgen schließlich durchsuchten Kriminalbeamte, unterstützt durch Kräfte der Bereitschaftspolizei, insgesamt zehn Wohnungen in Bietigheim-Bissingen, Erligheim, Ingersheim und Kornwestheim und stellten dabei neben mehreren Hundert Euro Dealergeld nochmals 300 Gramm Marihuana, 33 Cannabispflanzen sowie eine kleinere Menge Kokain und getrocknete Pilze, sogenannte Magic Mushrooms sicher. Die Ermittlungen der Polizei dauern weiter an. (red)




