


Elisa Viéitez Costa und David Garcia Jiménez gehören zu den 28 Pflegekräften, die am vergangenen Wochenende aus Spanien hierher gekommen sind. Die 32-Jährige und der 35-Jährige sind ein Paar und beantworten die Frage, ob ihnen dieser Schritt leicht gefallen sei, völlig gegensätzlich. Nein, sagt Elisa, ja, sagt David.
Die unsichere wirtschaftliche Lage in seinem Heimatland, die hohe Arbeitslosigkeit und die ungewisse Zukunft waren für den 35-Jährigen ausschlaggebend: „Ich erhoffe mir bessere Chancen in Deutschland“. David Garcia Jiménez hatte zwar einen Job in Spanien, aber der war befristet bis zum nächsten Frühjahr. Auch seine Freundin Elisa hatte in ihrem Krankenhaus keine feste Anstellung, ihr Vertrag lief aus. Dennoch: „Es ist schwer, die Familie und Freunde zurückzulassen“, sagt Elisa Viéitez Costa. Und zurückgelassen haben die beiden auch ein Haus, das sie nach Möglichkeit mit ihrem künftigen Verdienst hier halten wollen.
Doch zunächst heißt es für die beiden, sich auf ein Leben in einem Land einzustellen, in dem sie zuvor noch nie gewesen sind, dessen Sprache sie (noch) nicht sprechen. Haben denn die Spanier Vorurteile gegenüber den Deutschen? Elisa zögert. Vorurteile vielleicht nicht, meint sie schließlich, aber viele hätten die Sorge, dass mehr und mehr gut ausgebildete junge Leute in die wirtschaftlich stabilere Bundesrepublik abwanderten. David räumt dagegen ein, dass er sich in Deutschland alles „gerade und quadratisch“ vorstellt, die Menschen vielleicht etwas distanzierter seien. Aber er freut sich auf die neuen Erfahrungen, zumal ein Auslandsaufenthalt aus beruflichen Grünen für ihn nichts Neues ist: David hat auch schon in Portugal gearbeitet. (fri)






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