„Da kommen die Helfer“
„Da kommen die Helfer“
Bisher liegt der Anteil der Senioren unter den Fahrgästen im Verkehrsverbund Stuttgart (VVS) gering und liegt nicht mal bei zehn Prozent. Das soll sich ändern. „Weil auf lange Sicht die Schülerzahlen sinken, sind Senioren künftig eine wichtige Kundengruppe“, sagt Ronald Bäuerle, Geschäftsführer der Ludwigsburger Verkehrslinien (LVL).
Lange haben die Verkehrsbetriebe den Senior gar nicht gekannt, berichtet er. Senioren haben vor allem Einzelfahrscheine gelöst und waren nicht erfasst. Inzwischen ist die Politik im Verbund: Senioren als Dauernutzer gewinnen und als Abonnenten halten. Dabei müssen sich die Verkehrsbetriebe an die Bedürfnisse rantasten. Ein Abo, mit dem die Senioren erst ab 9 Uhr fahren durften, ging an der Zielgruppe vorbei. Inzwischen gilt das
Seniorenticket rund um die Uhr und
kostet 36,92 Euro im Monat (drei Zonen).
Zügiges Anfahren, wenig Sitzplätze, unverständliche Ansagen – die Klagen der älteren Fahrgäste kennt er. Das Dilemma: „Im öffentlichen Personennahverkehr hat jeder eine andere Wahrnehmung und andere Bedürfnisse. Wir haben es mit einer vielfältigen Nutzergruppe zu tun“, so Bäuerle. Pendlern etwa könne es morgens meist nicht schnell genug gehen,
einige fühlen sich regelrecht genervt von den Ansagen. Er begrüßt trotzdem das Engagement der Seniorengruppe. „Wir nehmen das sehr ernst. Die Kritik kann nur zu Verbesserungen beitragen.“ (sts)


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