KREIS LUDWIGSBURG | 22. August 2008

Alter Charme und junger Schick

Tamm/Bietigheim-Bissingen – Einen Kontrast bilden die beiden Kantinen von Marabu. Der Farbenhersteller betreibt an seinen beiden Standorten zwei Firmenrestaurants. Ein älteres mit Charme – und ein jüngeres mit Schick.

Bilder: Michael Fuchs

Eines haben sie gemeinsam: Beide Kantinen befinden sich im Untergeschoss der jeweiligen Standorte von Marabu. Sie unterscheiden sich aber in der Größe – und vor allen Dingen in Ambiente und Atmosphäre.
Von 1963 bis 1977 wurden am Standort Tamm nur Brötchen, Getränke und Süßigkeiten verkauft. Doch die Nachfrage nach warmem Mittagessen stieg. Der Raum wuchs nach und nach zu einer Kantine, wurde aus- und umgebaut. Die Marabu GmbH beschäftigte von 1977 bis 1982 sogar eigene Köche. „Das hat sich aber nicht mehr rentiert“, erklärt Christine Götz, Assistentin der Geschäftsführung. „Heute bekommen wir das Essen geliefert.“
Vor zwölf Jahren wurde die Kantine in Tamm renoviert und umgestaltet. Ein orangefarbener Boden verbindet den Vorraum mit der Ausgabetheke und dem eigentlichen Speiseraum. An den 14 Tischen finden die Mitarbeiter aus Produktion und Entwicklung auf 280 Quadratmetern immer ein Plätzchen, einige haben sogar ihren Stammplatz. „Ich arbeite seit 20 Jahren im Betrieb und komme seitdem jeden Tag in die Kantine“, erzählt Schlosser und Ex-Berliner Burkhard Rau. „Manche sagen, zu Hause schmeckt’s besser. Natürlich tut es das. Ich bin aber auch nicht so wählerisch und bis jetzt immer satt geworden.“
An den Wänden hängen zwei Gemälde mit riesigen Marabus, storchenartigen Vögeln, die dem Unternehmen seinen Namen gegeben haben. Ringsherum lassen neun Fenster das Tageslicht ins Untergeschoss. Für einen Blick ins Grüne sorgt die üppige Bepflanzung.
„Die Pause ist eine gute Gelegenheit, sich mit den Kolleginnen auszutauschen über die, sagen wir mal, neuesten Neuigkeiten“, ergänzt Marketingfrau Simone Schmid augenzwinkernd. Ofenschlupfer, Hackbraten und Saure Nierle schmecken ihr hier überhaupt nicht. „Ich finde es auch ein wenig düster hier unten“, meint Schmid. „Schauen Sie sich mal unsere andere Kantine an…“
Ein Unterschied wie Tag und Nacht: Mit 225 Quadratmetern kommt die im Bietigheimer Kreativfarbenwerk im Jahr 2004 gebaute Kantine zwar kleiner, dafür aber heller, großzügiger und edler daher. Zwölf weiße Tische heben sich vom Parkett aus dunklem, grauem Kokosholz kontrastreich ab. Doch es gibt Nachteile: „Wir haben festgestellt, dass der Boden für eine Kantine viel zu empfindlich ist“, sagt Christine Götz.
An der Frontseite befindet sich im firmentypischen Maraburot die Ausgabetheke. Rechts vom Eingang stehen fünf Sessel. Auf zwei Tischchen liegen Zeitschriften. Wer will, kann hier die Pause ausklingen lassen. An Ästen in großen Vasen sind gemalte Kunstwerke von Kindern befestigt. Die rechte Wand ist komplett verglast. Sie öffnet sich in großen Schiebetüren zu einer Oase mit Terrasse und Teich. Das Plätschern des Wassers wirkt beruhigend und anregend. „Das Ambiente ist klasse“, sagt Vertriebsleiter Oliver Hörz. „Das Essen für zwei Euro leider nicht so.“

Britta Slusar
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