LUDWIGSBURG | 14. August 2008

Bei den Blanks wächst ein gelber Riese

Sie sind Gemüse-Experten. Aber an einen Riesenkürbis haben sich die Blanks aus Murr bislang nicht gewagt. Dass sie aber auch dafür ein Händchen haben, beweisen sie mit ihrer Mega-Frucht: Mit einem Umfang von 1,93 Meter und geschätzten 150 Kilo dürfte er bereits zu den größten im Ländle gehören.

Bild: Martin Goldhahn

„Wir probieren alles aus“, lautet die Devise des Ehepaars Blank. Und so stieß Siegfried Lindenlaub, Vorsitzender der Obst- und Gartenbauvereins (OGV) Murr, bei den Blanks auf offene Ohren, als er nach dem richtigen Standort für seine Riesenkürbis-Setzlinge suchte.
Der OGV Murr ist einer von 15 Vereinen, die mitmachen bei der Aktion „Mit der LKZ zum Riesenkürbis“ (siehe Info-Kasten). Und in Murr ist die Teilnahme ein wahres Gemeinschaftswerk: Das Saatgut in die Erde gebracht hat Gretel Hettig. Die Setzlinge gingen dann in die Obhut von Siegfried Lindenlaub über. Gepflanzt wurden diese dann auf dem Hof der Blanks. „Alle drei sind was geworden“, verkünden die Kürbis-Züchter unisono nicht ohne Stolz. Den Pflanzen geht’s prächtig: Ein saftig-grünes Blättermeer breitet sich hinterm Haus der Blanks auf dem Sonnenhof aus. Dazwischen ragen in hellem Gelb die großen Früchte hervor.
„Das ist unser Dickster“, sagt Helmut Blank und kniet zu der riesigen Frucht nieder. 1,93 Meter misst der Umfang. LKZ-Kürbis-Experte Stefan Hinner, der diese Woche bei den Blanks vorbeischaute, schätzt das Gewicht des Kürbisses auf 150 Kilogramm. Und da ist noch mehr drin: Bis zu fünf Kilo am Tag könnte der Kürbis in den nächsten Wochen zulegen. „Der ist noch lange nicht reif. Das Laub ist gesund, die Farbe hellgelb“, so der Experte.
Das freut die Blanks. Denn die Kürbisse sind dem Ehepaar richtig ans Herz gewachsen. „Man guckt und kontrolliert jeden Tag“, erzählt Linda Blank. Auch Helmut Blank hat das Kürbis-Fieber erfasst. Nachdem er für beste Startvoraussetzungen gesorgt hat („Wir haben Pferdemist in die Erde eingearbeitet“), verwöhnt er die Pflanzen bei Trockenheit mit einer Dusche. Ein Geheimrezept für seinen Zuchterfolg hat er nicht: „Wir haben’s halt einfach mal versucht.“ Kürbis-Experte Hinner sieht bei den Blanks großes Potenzial: „Der Weg zum Profi ist nicht mehr weit.“
Denn mit dem größten seiner insgesamt fünf Kürbisse könne Blank bei den baden-württembergischen Meisterschaften mitmischen – wenn nicht sogar beim bundesdeutschen Wettstreit. Aber auch ohne Titel sind die Blanks begeistert von ihrer Riesenfrucht. Sie hoffen jetzt, dass der Kürbis nicht einfach eines Tages aufhört zu wachsen. Oder – noch schlimmer – platzt. Dies alles sei schon vorgekommen.
Dass ihnen eine ihrer Früchte unter der Hand wegfault, davor haben sie keine Angst. Schließlich haben sie mit einer Styropor-Platte vorgesorgt. Und auch die Hagelgefahr sei gebannt, die Zeit der heftigen Gewitter vorüber. Sollt’s doch noch dazu kommen, ist Blank vorbereitet: „Dann spring’ ich raus und deck‘ den Kürbis zu.“
Auch das Vereinsleben des OGVs profitiert von der Aktion. Denn die Blanks sind nicht nur leidenschaftliche Gärtner, sondern auch gesellige Leut’. Mit dem Vorsitzenden haben sie schon eine Idee für den Saison-Abschluss 2008: „Wir feiern ein Kürbisfest.“

Katja Sommer
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