



Es schien als habe der halbe Landkreis Hüftbeschwerden oder Probleme mit den Bandscheiben. Trotz des regnerischen Wetters am Samstag kamen mehrere Tausend Besucher, um den neuen Bettentrakt zu bestaunen und sich über die Leistungen der Klinik zu informieren. Vielleicht hing das Interesse auch damit zusammen, dass die Einrichtung des Landkreises erst vor kurzem den zweiten Platz belegte, bei einem bundesweiten Vergleich der orthopädischen Kliniken, herausgegeben vom Magazin Focus.
Doch am Samstag bestätigte sich der Trend, dass die Patienten sich vor ihrem Eingriff sehr genau über das Krankenhaus informieren – im Internet oder eben bei einem Tag der offenen Tür.
Gezeigt wurde vor allem der neue Bettentrakt. Insgesamt 18,5 Millionen Euro hat der viergeschossige Bau gekostet. Auf zwei Ebenen gibt es hier jeweils 29 Zimmer. Sie haben schon fast Hotelcharakter. Es gibt eine Art Rezeption und eine sehr angenehme Umgebung mit einem Atrium als Innenhof und auch einem Frühstücksbuffet für die mobilen Patienten. Noch sind die Zimmer mit zwei Betten ausgestattet, später sollen es Ein-Bett-Zimmer werden.
Doch es gab weit mehr, als den Neubau zu sehen. Die verschiedenen Bereiche der Klinik wurden vorgestellt. Die Besucher konnten auch einen Blick in die orthopädischen Operationssäle werfen, wobei dies oft eher an eine feinmechanische Werkstatt erinnerte, als an eine medizinische Einrichtung.
Auch eine ganze Reihe von medizinischen Vorträgen wurde angeboten. Die Chefärzte der einzelnen Abteilungen berichteten, wie in der modernen Sportmedizin mit kleinen Instrumenten, in sogenannten minimal-invasiven Verfahren, gearbeitet wird. Über neue Formen bei Prothesen wurden ebenso berichtet wie über Möglichkeiten in der Handchirurgie und der plastischen Chirurgie.
Besonders großen Andrang gab es bei den praktischen Übungen. Die Ärzte zeigte, wie neue Hüft- oder Knieprothesen „eingebaut“ werden und mit welchen Schwierigkeiten die Operateure dabei zu kämpfen haben.
Daneben präsentierte sich auch die klinikeigene Firma Ortema. Sie stellt ihre Orthopädietechnik nicht nur dem Markgröninger Krankenhaus zur Verfügung, sie hat sich inzwischen auch einen bundesweiten Namen in Sachen Schuhtechnik, Einlagen, Prothesen und Protektoren für Skisportler oder Motorradfahrer gemacht.







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