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Ludwigsburg | 20. Juni 2017

Beim DRK steht Neuanfang mit alten Bekannten bevor

Kreisversammlung wählt am Freitag neue Führungsspitze – Walter Adler kandidiert als Vorsitzender

Nach den finanziellen Turbulenzen, in die der DRK-Kreisverband in den vergangenen Jahren auch im Bereich Rettungsdienst geraten war, sollen nun wieder schwarze Zahlen geschrieben werden.Archivfoto: Fotolia
Nach den finanziellen Turbulenzen, in die der DRK-Kreisverband in den vergangenen Jahren auch im Bereich Rettungsdienst geraten war, sollen nun wieder schwarze Zahlen geschrieben werden.Archivfoto: Fotolia
Walter Adler will die Nachfolge von Utz Remlinger im Amt des DRK-Kreisvorsitzenden antreten.Archivfoto: Benjamin Stollenberg
Walter Adler will die Nachfolge von Utz Remlinger im Amt des DRK-Kreisvorsitzenden antreten.Archivfoto: Benjamin Stollenberg

Der DRK-Kreisverband Ludwigsburg braucht eine neue Führungsspitze: Der Vorsitzende Utz Remlinger und Uwe Seibold, Kirchheimer Bürgermeister und einer seiner Stellvertreter, treten zurück. Die Delegierten der Kreisversammlung werden am Freitagabend in Ingersheim die Nachfolger wählen.

Sowohl Remlinger als auch Seibold hatten ihre Ämter im November 2011 angetreten, um den krisengebeutelten DRK-Kreisverband finanziell zu sanieren. Damals waren im laufenden Geschäft – insbesondere im Rettungsdienst, aber auch in anderen Geschäftsbereichen wie den sozialen Diensten – zum Teil hohe sechsstellige Verluste angefallen.

Dass die DRK-Spitzen ihre Ämter jetzt zur Verfügung stellen, ist nach offizieller Darstellung des Kreisverbands ausschließlich Remlingers und Seibolds beruflicher Doppelbelastung geschuldet. Remlinger ist seit vergangenem Jahr Vizepräsident des Regierungsbezirks Tübingen, das tägliche Pendeln zwischen seinem Wohnort Sachsenheim und dem Regierungspräsidium zeitintensiv.

Remlingers Vize Seibold ist in seiner Eigenschaft als Kirchheimer Bürgermeister vielfältig eingespannt. „Es gab keinerlei Probleme“, betonte ein Kreisverbandssprecher auf Nachfrage unserer Zeitung. Beide Rücktritte seien ausschließlich der jeweiligen beruflichen Situation geschuldet. Remlinger etwa wolle den DRK-Vorsitz nach angeschobener Sanierung „nicht mehr wie eine Flagge vor sich hertragen“, meinte der Sprecher.

Auch wenn sich bis Freitagabend keine weiteren potenziellen Nachfolger mehr melden: Sowohl für den Vorsitz als auch für den freiwerdenden Stellvertreterposten wird mindestens ein Kandidat zur Wahl antreten. Dabei ist von einem Neuanfang mit alten Bekannten auszugehen. „Der Kreisverband will auf eigene Kräfte setzen. Zumal es immer schwieriger wird, Interessenten für solch arbeitsaufwendige Ehrenämter zu finden“, so der DRK-Sprecher. Für Kontinuität werde unter anderem auch der bisherige und künftige Justitiar Achim Lacher sorgen.

Als neuer Vorsitzender kandidiert Walter Adler. Der Chef des Ingersheimer DRK-Ortsverbands verfüge durch seine frühere Tätigkeit als Kreisbereitschaftsleiter und seine jahrelange Mitgliedschaft im Vorstand des Kreisverbands über gute Kenntnisse der internen Strukturen.

Um das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden bewirbt sich mit Markus Haag ebenfalls ein Eigengewächs. Haag ist schon jetzt stellvertretender Vorsitzender des Vaihinger DRK-Ortsverbands und seit 2010 auch Mitglied im erweiterten Vorstand des Kreisverbands.

Mit Spannung wird bei den Kreisversammlungen alljährlich die Vorstellung der wirtschaftlichen Eckdaten erwartet. Seinen detaillierten Jahresbericht präsentiert Geschäftsführer Manfred Hormann erst am Freitagabend. Sein Bericht aber wird, so viel steht schon zum jetzigen Zeitpunkt fest, positiver ausfallen als gewohnt. Nach Angaben des Kreisverbands wird der Abschluss erstmals seit zwölf Jahren kein Minus, sondern einen – wenn auch bescheidenen – Überschuss ausweisen.

von frank klein
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