Behördendeutsch statt Festivalflair
Behördendeutsch statt Festivalflair

Zwei Tage lang stand die Stadthalle Alte Kelter ganz im Zeichen von „Energie und Umwelt“, der neuen Publikumsmesse, die vom Neckar- und Enzboten organisiert worden war. Die Aussteller zogen eine positive Bilanz. Das Publikum zeigte sich zufrieden über das breite Angebotsspektrum rund um die Fragen regenerative Energien, energieeffizientes Bauen und Sanieren. Die Organisatoren freuten sich über die zahlreichen Besucher, die den Weg in die Stadthalle gefunden hatten.
Nicht nur über seinen Standplatz, auch mit der Messe zeigte sich Volker Gebert, Geschäftsführer der Besigheimer Firma Schwarzwälder, hochzufrieden. „Um es auf den Punkt zu bringen: Alles ist klasse. Die Leute sind interessiert an energieeffizienten Geräten. Die haben wir mitgebracht“, sagte Volker Gebert. Es wäre schön, fügte er hinzu, wenn die Messe zu einer regelmäßigen Veranstaltung werden würde. „Ob jedes Jahr wäre zu überlegen. Aber alle zwei Jahre fände ich gut.“
Die Messe „Energie und Umwelt“ habe den Zeitgeist getroffen, betonte Bürgermeister Steffen Bühler in seiner Eröffnungsrede. „Von modernen Haushaltsgeräten über die Hausdämmung bis zum Blockheizkraftwerk für Zuhause, und alles untermalt durch Vorträge, Informationen und bestens aufbereitet, maßgeschneidert, kundenbezogen und mit viel Beratungsleistung versehen: Jeder, der hierher kommt, wird die für ihn notwendige Beratung bekommen.“
Genau aus diesem Grund war Sabine Lang aus Besigheim mit ihrer Familie am Sonntagnachmittag in die Stadthalle gekommen. „Wir haben vor, unsere Heizung zu erneuern und wollten uns hier erkundigen, welche Möglichkeiten es gibt.“ Positiv hob sie hervor, dass sich viele ortsansässige Firmen präsentieren. „Für uns ist es ein Heimspiel. Wir müssen nicht irgendwo hinfahren, sondern haben diese Messe quasi vor der Haustür.“ Dies fand auch Frank Fausel aus Ottmarsheim. Sein Interesse galt Fotovoltaik- und Solaranlagen.
Wenn die Messe gut ein Jahr früher an den Start gegangen wäre, darüber hätten sich Alexandra Moser und Uwe Knoll aus Walheim gefreut. „Wir haben in den vergangenen Monaten unser Haus aus den 60er Jahren renoviert und saniert“, sagten sie. Sie zeigten sich aber beruhigt darüber, bei der Sanierung doch alles richtig gemacht zu haben. „Wir haben nur bodenständige Unternehmen aus der Gegend beauftragt. Da stimmen Angebot, Leistung und Service.“
Sogar mit einer Auszeichnung, die einer der Aussteller gestern erhalten hatte, konnte die neue Messe punkten. Dr. Roland Falk, Leiter des Kompetenzzentrums für Ausbau und Fassade in Rutesheim, überreichte dem Besigheimer Stuckateurmeister Ulrich Gerstetter ein Zertifikat für die Installation eines solaren Lüftungssystems. „Um es vereinfacht auszudrücken: damit erhalten ältere Gebäude zur aufgebrachten Dämmschicht ein integriertes Lüftungssystem, das die Temperatur und die Raumluft reguliert“, erklärte der Fachmann Ulrich Gerstetter. „Dieses System trägt zum Wohnkomfort und Wohlbefinden bei.“
Voller Energie wolle er mit der Messe heiße Eisen anpacken, sagte Verleger Gerhard Ulmer in seiner Rede. Bürger, Leser, Anbieter von Handwerk und Dienstleistungen wolle er zusammenbringen. „Die Preise für Strom, Gas, Heizöl und Benzin sind in den vergangenen Jahren ständig gestiegen. Der Zeitpunkt war gut gewählt, diese Messe in Besigheim anzubieten.“




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