LUDWIGSBURG | 18. Juli 2008

Ein grünes Klassenzimmer hinterm Schulhaus

Hier muss sich ein Riesenkürbis einfach wohlfühlen! Denn der Schulgarten der Grundschule Hoheneck ist eine kleine Grün-Oase. Liebevoll gepflegt von Viertklässlern, die freiwillig Unkraut jäten oder auch mal am Samstag zum Gießen vorbeikommen. Daher landete die Grundschule mit ihrem Garten jetzt auch beim landesweiten Schulgartenwettbewerb auf einem dritten Platz.

Bilder: Alfred Drossel
Im Sommer ziehen die Grundschüler gerne mal um ins grüne Klassenzimmer: Hinter der Schule erstreckt sich das kleine Paradies. Dort schnuppert der Schmetterling am Sommerflieder, reifen saftige Brombeeren an Sträuchern und wachsen Basilikum und Oregano im Pizza-Garten heran. Besondere Aufmerksamkeit schenken die Schüler aber derzeit ihrem Riesenkürbis – sie machen mit bei der LKZ-Aktion und wollen einen richtig schweren Koloss züchten. Aber: Die Pfingstferien haben nicht perfekt in den Zeitplan gepasst. „Deswegen ist die Pflanze etwas hinterher“, sagt Kürbis-Experte Stefan Hinner. Dennoch: „Da kann noch was draus werden“, ist er überzeugt. Und beim großen Finale am 5. Oktober im Blühenden Barock gewinnt nicht der schwerste Kürbis, sondern das Los entscheidet (wir berichteten).

Noch muss sich der Kürbis ein Beet mit den Erdbeeren teilen, doch bald wird ihm der Platz nicht mehr ausreichen. „Dann kommen die Beeren raus“, sagt Maria Christ. Sie leitet montags die Garten-AG der Grundschule Hoheneck – ehrenamtlich.
Mit der Kürbis-Zucht betritt sie kein Neuland. Maria Christ ist Diplom-Biologin und hat zudem einen Schein als Fachwart für Obst- und Gartenbau im Landkreis Ludwigsburg. Und daher wachsen in Hoheneck auch ein paar Hokkaido-Kürbisse: „Aus denen machen wir Suppe“, sagt sie. Das findet auch Kürbis-Experte Stefan Hinner gut. Denn die LKZ-Riesenfrucht eignet sich zwar für die Teilnahme am Wettbewerb, aber nicht zum Verzehr: „Der schmeckt einfach wässrig.“
Gekocht wird häufig in der Grundschule Hoheneck. Vornehmlich dann, wenn die Gartenarbeit ruht: im Winter. Dann verschaffen die Kleinen das, was sie im Frühjahr und Sommer geerntet haben. Aus Beeren wird Marmelade, aus Gemüse ein leckerer Eintopf.
Dieses Konzept samt der Grünanlage hinterm Schulhaus hat auch die Juroren des Landeswettbewerbs „Schulgarten und Schulumfeld“ Baden-Württemberg beeindruckt. Mit einem dritten Platz und einem Scheck in Höhe von 100 Euro wird die Grundschule Hoheneck belohnt. Das Preisgeld würde Maria Christ am liebsten in neue Gartengeräte stecken. So manches fehlt noch im Schuppen der Schule: „Etwa eine Astschere“, sagt Maria Christ. Damit sich die Natur nicht das grüne Klassenzimmer zurückerobert.

Katja Sommer
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