KREIS LUDWIGSBURG | 19. August 2008

Es gibt auch Currywurst zum Frühstück

Ludwigsburg – Kommen, essen, gehen. Bei einem weltweit tätigen und börsennotierten Unternehmen wie Beru gehört Tempo zum Tagesablauf. Nach dem schwäbischen Motto „so wie man isst, so schafft man“ kommen die Mitarbeiter des Ludwigsburger Automobilzulieferers in die Kantine und wickeln das Mittagessen recht zügig ab.

Bilder: Michael Fuchs

Stimmengewirr, Geschirr- und Besteckgeklapper. Geschäftiges Treiben herrscht um die Mittagszeit in der Werkskantine der Beru AG. „Ja, ich bin ein Schnellesser. Ich bin in zehn Minuten fertig“, sagt Ulrich Kropp, Abteilungsleiter für Einkauf und Lieferantenentwicklung. Dies liege aber nicht an der Menüauswahl. Unter den vier angebotenen Tagesgerichten sei „garantiert immer etwas dabei, was ihm schmeckt“. Das Essen bekommt von ihm die Note Zwei. Was ihn eher stört, ist der Geräuschpegel, der den hallenartigen Raum ausfüllt. „Ich kann hier leider nicht richtig abschalten“, sagt er.
„Es ist schon ein wenig laut“, bestätigt eine Kollegengruppe um Arian Mesdaghi. Dennoch bleiben sie nach dem Essen sitzen und unterhalten sich. „Das Essen hingegen ist gut, aber gehaltvoll. Ich wünschte mir, die Kalorienangaben würden dabei stehen“, fügt der Senior-Productmanager und Teilnehmer am Ludwigsburger Citylauf hinzu. Mit einem Tablett ausgerüstet gehen die Mitarbeiter an den Theken mit Getränken, belegten Brötchen, Salaten und Desserts vorbei zu den Tagesessen. Ein Standardgericht einschließlich Suppe oder Nachtisch und einen Salat kostet 2,67 Euro. Angeboten werden auch Menüs zum Selbst- schöpfen wie Wok-Gerichte oder Salate. Die werden an der Kasse gewogen und abgerechnet.
„Nicht nur um die Mittagszeit herrscht hier Hochbetrieb“, meint Betriebsleiter Karl-Heinz Sperr von der Neu-Isenburger Aramark GmbH, die im Auftrag der Beru AG das Catering übernommen hat. „Ab viertel vor neun bieten wir den Mitarbeitern aus der Produktion ein kleines Frühstücksbuffet an. Manche können um diese Uhrzeit schon eine Currywurst verdrücken.“ Der Trend gehe aber eindeutig zu einem kalorien- und fettreduzierten Essen mit weniger Fleisch und mehr Gemüse.
Beim Eintreten in die Kantine, die sich im Erdgeschoss des Verwaltungsgebäudes befindet, fallen die drei dicken, blauen Lüftungsrohre an der Decke ins Auge. Der Noppen-PVC, mit dem der Boden ausgelegt ist, greift das typische Beru-Blau auf. Er steht im Kontrast zu vier roten Säulen, die mit asiatisch anmutenden Fächern, dünnen Holzstäben und großen Blumen dekoriert sind.
Knapp 50 Tische mit 240 Plätzen sind auf zwei Ebenen mit einer Gesamtfläche von 250 Quadratmetern verteilt. Auffallend sind die schwarzen Stühle. Designklassiker von Arne Jacobsen. Zwei große Fensterfronten geben den Blick frei in den Innenhof mit dem Forschungs- und Entwicklungszentrum, dem Produktionsgebäude sowie dem Logistikzentrum und dem Löschteich, auf dem ein paar Enten schwimmen. „Dieser wird gar nicht als solcher wahrgenommen“, meint Unternehmenssprecherin Sabrina Knorr. „Eine Runde um den Teich, das ist so die klassische Tour nach dem Mittagessen.“

Britta Slusar
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