LUDWIGSBURG | 02. Juni 2008

Frau in Schwarz bringt Hündin das große Glück

Schornsteinfeger haben einen besonderen Draht zu Fortuna, behauptet der Volksmund. Bei Mischlingshündin Lani hat das prima funktioniert. Bezirks- Schornsteinfegermeisterin und Gebäudeenergieberaterin Kirsten Beier und ihr Mann Klaus haben sie als Gratis-Hundebaby im Internet entdeckt und aus dem Odenwald in ihr Heim nach Bönnigheim-Hofen geholt: Der Beginn eines glücklichen Hundelebens.

Fast unzertrennlich: Kirsten Beier mit ihrer Lani.
Bild: Alfred Drossel


„Es war Liebe auf den ersten Blick – auf beiden Seiten“, erinnert sich Kirsten Beier. Schon auf dem Bildschirm konnte das Paar „dem süßen kleinen Knuffi“ nicht widerstehen und als sie das rehkitzbraune Hündchen in natura zum ersten Mal auf den Arm nehmen durften, „da hat sie sich gleich auf dem Schoß meines Mannes zurechtgekuschelt“. Daheim angekommen sei sie von Anfang an sauber gewesen, und nie habe sie irgendetwas zerstört.
Seither sind fast drei Jahre vergangen, und die beiden wollen „keine Sekunde mit Lani missen“. Noch immer können sie über dieses ungewöhnliche Wesen staunen: „Sie ist sehr ausgeglichen, aber trotzdem ständig an ihrer Umgebung interessiert und gelehrig, ein treues, liebevolles Familienmitglied und fast immer dort, wo wir auch sind.“
Da trifft es sich gut, dass Klaus Beiers Dienst in der Ludwigsburger Schlossgalerie nicht gleich am frühen Morgen beginnt, wenn seine Frau bereits in ihrem Bezirk in der Ludwigsburger Innenstadt in die Schornsteine schaut und Heizanlagen testet. „Lani hat zwar gelernt, sich ohne Angst und Probleme in der Stadt zu bewegen, aber mit dem Hund bei der Arbeit, das muss nun doch nicht sein“, erzählt ihr Frauchen. Spätestens am Nachmittag ist sie dann ohnehin wieder daheim in ihrem Büro, wo Lani ihr Gesellschaft leistet.
Natürlich nehmen die Baiers ihre Lani auch mit in den Urlaub ins Stammdomizil am Gardasee, in dessen Fluten sie sich leidenschaftlich gerne stürzt. „Da kommt bei ihr voll der Labrador raus“, hat Kirsten Beier festgestellt.
„Prinzessin“ oder auch mal „Knutscheschnute“ nennen die Beiers ihr Hundemädchen, wenn sie das mal wieder mit einem Schabernack bezaubert hat. Lani ihrerseits ist wiederum hin und weg von Kirsten und Klaus Beiers knapp zweijähriger Enkelin Sophia. Kommt sie zu Besuch, darf sie Lani nach Herzenlust an den Ohren ziehen oder auf die Samtschnauze patschen.
Natürlich geht Lani auch für ihr Leben gern spazieren – oft in den Wiesen, Feldern und Weinbergen unweit vom Haus und am besten mit der ganzen Familie. Da passt sie dann auch auf, dass alle schön zusammenbleiben – plötzlich ganz der Hütehund.
Wenn Herrchen und Frauchen allerdings eine Runde auf ihren Motorrädern drehen, verzichtet Lani gerne. Dann darf sie vorher zur Oma und dort mit ihren beiden Hunde-„Cousinen“ tollen.
Eine Schwäche hat Lani allerdings: Mäuse. Hat sie mal wieder eine entdeckt, gibt es kein Halten mehr – die muss sie ausbuddeln und untersuchen. Einmal musste sogar ein Rasenstück im Beierschen Garten dran glauben. Lani wollte wohl partout eine Mäusefamilie freilegen. Inzwischen nimmt Frauchen diese besondere Form der Jagdleidenschaft meist mit Humor: „Lani ist halt eine Buddelmaus hoch zehn“.

Annette de Cerqueira
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