
Haupteingang wird komplett neu gestaltet

„Wir müssen noch mal nachsitzen“, sagte Blüba-Chef Volker Kugel gestern, im Prinzip sei jedoch klar: Zur Eröffnung nächstes Jahr glänzt die Parkanlage ums Schloss mit einem neu gestalteten Eingangsbereich. Dazu gehören zwei neue Kassenhäuser samt WC in sechs auf vier Metern, die dann weiter innen kurz vor der Treppe stehen. Dadurch wird der Bereich direkt am Eingangstor deutlich entzerrt, es entsteht eine Fläche, die auch die wartenden Mengen aufnehmen kann.
Damit geht der Aufsichtsrat eine Planung an, die bereits lange in der Warteschleife steht. Die Gesamtkosten stehen bei 420 000 Euro, und das soll auch so bleiben. Mit einem Gewinn von 600 000 Euro aus 2011 liegen die Kosten im Etat. Strittig im Aufsichtsrat der Blüba GmbH, hälftig auf Stadt und Land verteilt, ist allerdings die Fassadengestaltung. Hier gehen die Ideen nach Informationen der LKZ auseinander, eine Begrünung käme teurer als vom Land gewünscht.
Der Beschluss wird aber noch dieses Jahr fallen, dann beginnen im Dezember die Bauarbeiten. „Eine schöne Lösung“, sagt Kugel. Denn künftig soll der Blick auf das Schloss nicht durch Drehkreuz oder Barrieren gestört werden. Und entlang der Innenseite der Mauer finden nun auch Räder Platz, die bisher überhaupt nicht berücksichtigt wurden.
Mit der Sanierung wird auch der Ruf nach mehr Toilettenanlagen im Blüba erfüllt, zeitgleich mit dem Bau der öffentlichen Toilette der Stadt auf der Bärenwiese, der ebenfalls im Winter stattfinden soll. Zusätzlich werden die Wege im Südgarten neu gestaltet, die durch die Bauarbeiten gelitten haben. Neu gestaltet wird auch die Dornröschenszene in der Emichsburg, in drei Szenen mit Bewegung und Sprache und mehr Licht. Auch der Tunnel für das Bähnle soll mit Bildschirmen, die Märchenszenen zeigen, aufgehübscht werden.
Der Direktor zog gemeinsam mit Stefan Hinner, dem Organisator der Kürbisausstellung, eine positive Bilanz. Mit rund 515 000 Besuchern bis zum Saisonende am Sonntag werden es zwar 20 000 weniger sein als 2011, doch dies sei dem plötzlichen Schneefall am vergangenen Samstag geschuldet, so Kugel – dafür lag Schnee auf dem Matterhorn. „Ein gutes Jahr“, so Kugels Fazit, mit 38 900 Dauerkarten habe man noch über dem Vorjahresniveau gelegen. Der Verkauf der Gutscheine für die Dauerkarten 2013 beginnt am 19. Dezember in der Tourist-Info.
Wirklich begeistert zeigten sich Hinner und Kugel von den zwei Sonntagen der Kürbisregatta am 16. September und der Deutschen Kürbis-Meisterschaft am 7. Oktober. Getoppt wurde das Ganze nur noch durch die mediale Aufmerksamkeit bei der Europameisterschaft. Die Entzerrung des Kürbisareals, so Hinner, habe sich bewährt, wie auch die Ausstellung mit 175 000 Besuchern mit Tageskarten ein Hit gewesen sei. Am kommenden Sonntag werden die Riesenkürbisse geschlachtet, das Thema der Ausstellung 2013 steht schon fest: Sport. Dies ist eine Erweiterung der diesjährigen Ausstellung von Jucker Farmart in dem schweizerischen Seegräben, die dort Olympia heißt.