PATTONVILLE | 02. September 2008

Heim als Treffpunkt der Generationen

Pattonville ist eine junge Siedlung, in der vor allem Familien mit Kindern leben. Das Kleeblatt-Heim bietet auch Platz für Senioren. Nicht selten sind diese ihren Kindern nachgezogen, die in Pattonville ein neues Zuhause gefunden haben.

Bild: Alfred Drossel

„Das Heim soll auch dazu beitragen, dass in dem Stadtteil nicht nur junge Menschen wohnen, sondern auch Senioren ein Zuhause finden“, beschreibt Walter Lees, Geschäftsführer der Kleeblatt gGmbH, das Konzept.
So ist ganz nebenbei ein Treffpunkt zwischen den Generationen entstanden. Direkt neben dem Heim befinden sich Kindergarten und Schule. „Die Kindergartenkinder kommen oft spontan rüber und singen ein Ständchen, wenn ein Bewohner Geburtstag hat. Unsere Senioren blühen dann richtig auf“, hat Hausleiter Thomas Schyma beobachtet. „Kindergarten und Heim profitieren voneinander“, ist Lees überzeugt.
Wenn die Schule ein Musikstück vorbereitet, wird die Probe kurzerhand ins Kleeblatt-Haus verlagert. Schüler engagieren sich auch ehrenamtlich im Pflegeheim. Im kommenden Schuljahr werden einige von ihnen Patenschaften für Bewohner übernehmen. Schüler der Realschule können in Zukunft auch ein Sozialpraktikum im Haus machen, um den Berufsalltag kennenzulernen.
Das Kleeblatt-Heim wurde im vergangenen März eröffnet. 25 Plätze in Einzel- und Doppelzimmern stehen zur Verfügung, hinzu kommen 18 betreute Seniorenwohnungen. Bei Bedarf können auch zwei Einzelzimmer als Zweizimmerwohnung gemietet werden. Gleich beim Eintritt öffnet sich ein großer Speisesaal. „Das ist der öffentliche Bereich, in dem sich Kontakte ergeben“, sagt Lees. Auch ein Sommerfest oder eine Modenschau haben hier schon stattgefunden.
Direkt neben dem Speisesaal befindet sich die Küche. „Man kann morgens riechen, was es mittags zu Essen gibt. Auch das trägt dazu bei, dass wir dem Leben zu Hause so nah wie möglich kommen“, sagt Lees. Wenn man sich das Essen aus einem Krankenhaus liefern lasse, könne man sparen. „Aber dann geht viel an Qualität verloren“, so der Geschäftsführer.
Im hinteren Bereich des als Rechteck angelegten Pflegeheims befinden sich die Zimmer und ein Aufenthaltsraum, der zum Beispiel für Geburtstags- oder Familienfeiern genutzt wird. „Im hinteren Teil des Hauses ist der Rückzugsbereich für die Bewohner“, sagt Lees. In einem Therapieraum werden Gymnastik und Gedächtnistraining angeboten.
In der Mitte des Rechtecks befindet sich eine große, gartenähnliche Terrasse. „Wir haben hier einen Altersdurchschnitt von fast 85 Jahren. Da verkleinert sich der Radius der Menschen“, sagt Lees. Die Terrasse sollte leicht zu erreichen sein und den Bewohnern durch die Lage innerhalb des Komplexes das Gefühl vermitteln, „dass ich hier nicht verloren gehen kann“, betont Lees.
Gerda Zeising wohnt seit der Eröffnung im Kleeblatt-Heim Pattonville. Ihr Sohn ist aus Stuttgart in die junge Siedlung gezogen und hat seine Mutter von dort „nachgeholt“. Von ihrem Zimmer aus kann sie seine Wohnung sehen. „Ich bin froh, hier zu wohnen – so kann mich mein Sohn jeden Tag besuchen.“

Frank Klein
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