KREIS LUDWIGSBURG | 20. Mai 2008

Kochen, tanzen und Fußball spielen trotz Handicaps

Die Freizeiteinrichtung der Lebenshilfe Ludwigsburg gibt Kurse, veranstaltet Freizeiten und bietet Betreuungswochenenden für Menschen mit einer Behinderung an. So werden die betreuenden Familien entlastet.

Bild: Fuchs

Der Verein für geistig Behinderte bietet Menschen mit einem Handicap ein vielfältiges Programm an. Dabei ist die Betreuung für die behinderten Menschen jederzeit gewährleistet. So gibt es unter anderem Ganztagesbetreuungen und Fahrdienste von den Sonderschulen zur Lebenshilfe bei fast allen Veranstaltungen.
Das Freizeitangebot soll Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit einer Behinderung verschiedenste Möglichkeiten bieten, ihre Freizeit so selbstständig wie möglich auch außerhalb des Elternhauses oder Wohnheims attraktiv zu gestalten. So sind die Unternehmungen der Lebenshilfe sehr vielseitig und reichen vom Wilhelma-Ausflug über eine Freizeit am Bodensee bis zu Kanutouren auf dem Neckar.
Mittlerweile würden immer öfter Körperbehinderte zur Lebenshilfe kommen. Daraus ergebe sich eine Verschiebung der Betreuungsanforderung, mit der die Mitarbeiter allerdings bestens zurechtkämen, wie der Sozialpädagoge und Mitarbeiter der Lebenshilfe Thomas Zitterbart weiß.
Die Familienentlastung steht bei der Lebenshilfe im Vordergrund. Sie will die Familien bei der Betreuung unterstützen. Durch entsprechende Angebote könnten für betreuende und pflegende Angehörige Freiräume duch eine zeitweilige Entlastung geschaffen werden, um ihnen somit auch die Verwirklichung eigener Interessen zu ermöglichen.
Trotz aller Aktivitäten der Lebenshilfe nähme eine Vielzahl der Eltern diese gar nicht wahr. „Viele wissen offenbar gar nicht, dass es uns gibt oder wer wir sind“, bemerkt Zitterbart. Einige Eltern hielten die Lebenshilfe sogar für einen Verein zur Betreuung psychisch kranker Menschen, was geistig Behinderte natürlich nicht sind. Jeden Mittwoch und Donnerstag wird ein Schülertreff veranstaltet, doch von den ungefähr 150 Kinder der Schule am Favoritepark für Geistig- und Körperbehinderte beispielsweise würden gerade mal 16 Schüler regelmäßig kommen. Also nur etwa zehn Prozent.
Trotz dieser scheinbar mangelnden Präsenz in den Köpfen mancher Eltern kann sich Zitterbart nicht über eine mangelnde Auslastung beschweren. Im Gegenteil. Wartelisten und Absagen für die Betreuungswochenenden sind fast schon die Regel.
Dies liegt jedoch nicht an personellen Problemen. Das Engagement der rund 50 größtenteils ehrenamtlichen Mitarbeiter sei fantastisch. Aber mehr als acht Menschen könnten in den Zimmern einfach nicht übernachten. Aufgrund des Platzproblems könnten auch kaum Kurse zeitgleich stattfinden. Zitterbart ist sehr froh über die Aktion des Landes und hofft, dass nun auch das Angebot der Freizeiteinrichtung der Lebenshilfe Ludwigsburg von mehr Menschen in Anspruch genommen wird.

Dominic Possoch
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