Kreistag
Ludwigsburg | 21. März 2017

Landkreis rechnet mit rund 1800 Flüchtlingen

In den rund 160 Unterkünften im Landkreis sind derzeit etwa 3900 Flüchtlinge untergebracht. In diesem Jahr rechnet das Landratsamt mit bis zu 1800 Neuzugängen.

In Besigheim ist im vergangenen halben Jahr eine Flüchtlingsunterkunft mit 261 Plätzen entstanden. Foto: Oliver Bürkle
In Besigheim ist im vergangenen halben Jahr eine Flüchtlingsunterkunft mit 261 Plätzen entstanden. Foto: Oliver Bürkle

Die Kreisräte waren voll des Lobes für die Verwaltung, als Erster Landesbeamter Jürgen Vogt gestern im Verwaltungsausschuss die neuesten Zahlen zur Unterbringung der Flüchtlinge vorlegte. „Sie haben die Aufgabe bislang sehr gut gelöst“, sagte etwa CDU-Fraktionschef Manfred Hollenbach. Dem konnten sich auch die übrigen Fraktionen anschließen. Vogt informierte, dass der Kreis aus dem vergangenen Jahr noch einen Rückstand von 857 Personen hat, die aber nun auch schnell in Unterkünfte kommen sollen. Zusätzlich können alle Flüchtlinge, die 2015 vom Landkreis Ludwigsburg aufgenommen wurden, in eine Anschlussunterbringung weiter verwiesen werden, nachdem ihr Asylantrag angenommen wurde. „Wir gehen daher derzeit von rund 4000 Personen aus, die im Kreis in eine Anschlussunterbringung kommen können“, so Vogt. Weil sich die Situation entspannt habe, will die Verwaltung rund die Hälfte dieser Personen zunächst in den Unterkünften des Kreises belassen. Dadurch würden die Kommunen zunächst entlastet. Auf Nachfrage der Grünen-Fraktionschefin Brigitte Muras stellte Vogt klar, dass die Kosten dafür auch weiterhin beim Kreis blieben, obwohl die Städte und Gemeinden eigentlich für die Aufnahme sorgen müssten.

Der Kreis konnte aufgrund des Rückgangs der Zugangszahlen alle drei Berufsschulsporthallen und die Leichtbauhalle in Eberdingen vollständig räumen. Die Hallen an der Carl-Schaefer-Schule in Ludwigsburg und am Fischerpfad in Bietigheim-Bissingen stehen mittlerweile wieder für den Schulsport zur Verfügung. Die Halle am Römerhügel wird nach einer Generalsanierung, „die unabhängig von der Nutzung der Asylbewerberunterkunft notwendig war“, so Vogt, nach den Sommerferien wieder in Betrieb gehen können.

Im vergangenen halben Jahr wurden sechs Unterkünfte fertiggestellt und bezogen. Diese bieten 1033 Plätze. Darunter ist auch „Im Wasen“ in Besigheim mit 261 Plätzen, die zweitgrößte nach der Unterkunft in der Geisinger Straße in Bietigheim-Bissingen mit 360 Plätzen. Dieses Jahr sollen vier Notunterkünfte, die noch mit 290 Personen belegt sind, und die Unterkunft am Ludwigsburger Sonnenberg (200 Plätze) geräumt werden. Außerdem laufen die Mietverträge mit 15 Wohnungen und Gebäuden aus. Insgesamt werden etwa 650 Plätze wegfallen. Der Kreis verfügt danach über 4400 Plätze, die von rund 2000 verbleibenden und 1800 neuen Flüchtlingen Ende 2017 mit einem geringen Puffer voll belegt sind.

Stephan Wolf
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