


Bisher halten die Linien 508, 533 und 534 noch am Ludwigsburger Busbahnhof. Betreiber ist die DB-Tochter Regionalbus Stuttgart (RBS). Sie bringt Fahrgäste aus Möglingen, Schwieberdingen oder Hemmingen nach Ludwigsburg. Das Gute an den Busverbindungen: die Wartezeiten mit Blick auf die S-Bahnen nach Stuttgart, Bietigheim-Bissingen oder Marbach sind kurz.
Dennoch formiert sich unter dem Dach der Möglinger Lokalen Agenda 21 eine Opposition gegen den Landkreis. Die Forderung: Stopps am Bahnhofs-Westportal. „Das wird nämlich inzwischen gut angenommen“, sagt Gisela Aßfalg von der Agenda 21.
Das Westportal hat nach Angaben der Befürworter zahlreiche Vorteile. Die hat die Gruppe auch schon dem Kreishaus und dem Busbetreiber mitgeteilt. „Die Haltestelle Westportal verkürzt den Weg zu den Bahnsteigen“, sagt Aßfalg und bietet ebenerdigen Zugang für Mütter mit Kinderwagen, Behinderte und Senioren.
Von so einer Lösung sollen zudem Reisende mit schwerem Gepäck profitieren und Besucher aus dem Strohgäu, die in die Arena wollen. Aßfalg: „Nachdem die Strohgäugemeinden gegenüber den Kommunen mit Bahnanschluss benachteiligt sind, wäre eine Verbesserung der jetzigen Busanbindung an das Westportal eine angemessene Weiterentwicklung des Services im öffentlichen Nahverkehr.“
Doch die Agenda 21 muss dicke Bretter bohren. Einer Fahrplanänderung müssten neben den betroffenen Kommunen auch der Verkehrs- und Tarifverbund in Stuttgart, RBS und der Landkreis zustimmen – und daran hapert es gewaltig. „Die bisherigen Reaktionen des Landkreises auf die Änderungswünsche der Agenda 21 in Möglingen sind nicht nachvollziehbar“, sagt Aßfalg. Immerhin: Die Gemeinde scheint auf der Seite der Opposition zu sein. „Es ist ein guter Vorschlag“, sagt der Bürgermeister Eberhard Weigele. „Wir stehen ihm aufgeschlossen gegenüber“, fügt die Ordnungsamtsleiterin Brigitte Beck an.
Am 15. August wollen sich die Betroffenen zu einem Gespräch im Ludwigsburger Kreishaus treffen. Bis dahin geht das Landratsamt auf Tauchstation und will sich nach Angaben einer Sprecherin nicht zu dem Fall äußern. Auch die DB-Tochter Regionalbus Stuttgart mauerte gestern.
Die Ordnungsamtsleiterin Carmen Hirsch aus Schwieberdingen, deren Kommune betroffen ist, kündigt an: „Die Optimierung des Buskonzepts im Kreis wird auch auf der Tagesordnung landen. Da passiert noch einiges.“






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