Regen stoppt Straßenmusiker nicht
Regen stoppt Straßenmusiker nicht

In den vergangenen Jahren war es weitgehend ruhig auf dem Bietigheimer Pferdemarkt. Ganz anders am vergangenen Wochenende, es kam zu heftigen Schlägereien einmal wurde sogar das Messer gezückt. „Sonst haben wir über den gesamten Pferdemarkt im Durchschnitt zwei gefährliche Körperverletzungen, diesmal sind es bereits nach dem Wochenende fünf gefährliche Körperletzungen und das Fest geht noch weiter bis Dienstag“, sagt Peter Widenhorn, Sprecher der Polizeidirektion Ludwigsburg. Er kann sich keinen Reim auf die diesjährige Explosion der Gewalt machen, ebenso wenig wie der Polizeichef von Bietigheim, Jürgen Hamm: „Im Verlauf der Nacht wurden die Kollegen an die Grenzen der Belastbarkeit gebracht.“
Diese Form der Aggressivität war den Bietigheimern bisher unbekannt. Die Beamten seien ganz unverhohlen bedroht worden und hätten mit Schlagstöcken und Reizgas für den nötigen Sicherheitsabstand sorgen müssen. „Das Besondere daran, die meisten der jungen Erwachsenen, sind wenig oder gar nicht alkoholisiert gewesen, die klassischen Klischees haben also gar nicht gegriffen“, so Widenhorn.
Davor warnt auch der Psychologe im Ludwigsburger Landratsamt, Uwe Knödler: „Die Menschen reagieren ganz unterschiedlich auf Alkohol, bei manchen genügen schon kleine Mengen, um einen enthemmten Zustand zu erreichen. Andere benötigen überhaupt keinen Alkohol, bei ihnen resultiert die Aggressivität aus der Gruppendynamik“. Neben Jugendlichen sieht er vor allem junge Erwachsene gefährdet, weil sie sich noch nicht in einem sozialen Gefüge wiedergefunden hätten. „Der tägliche Frust kann allerdings auch zu solchen Gewaltexzessen führen. Sie denken sie kommen zu kurz und entwickeln Neid. Wenn sich dann in einer Gruppe die Sache aufschaukelt, kann es sehr schnell zu Gewalt kommen, so Knödler. Der Frust müsse sich dann ein Ventil schaffen.
Auf dem Pferdemarkt-Gelände selbst gab es von Freitag bis Sonntag keine besonderen Vorkommnisse. Hier hat das Sicherheitskonzept gut funktioniert. Die Vorfälle fanden fast alle in der Altstadt, auf dem Weg zum Bahnhof oder im Bürgergarten statt. „Auch die Kollegen, die auf dem Festgelände unter dem Viadukt unterwegs waren, sprechen von einem ganz normalen Pferdemarkt“, so Widenhorn. Es habe ein paar betrunkene Jugendliche und recht wenig Streitigkeiten zu schlichten gegeben. Die sei für ein Fest in dieser Größenordnung alles noch in einem normalen Umfang gewesen. Als Reaktion auf die Vorfälle vom Wochenende hat die Polizei allerdings ihre Streifen auf und um den Pferdemarkt verstärkt.
Ratlosigkeit auch bei Oberbürgermeister Jürgen Kessing, für ihn sind das weit mehr als bedauerliche Auswüchse. Doch er will keine vorschnellen Schlüsse ziehen und erst die Analyse des Wochenendes abwarten. Inzwischen wird allerdings schon mal laut über ein Alkoholverbot beim Bietigheimer Pferdemarkt nachgedacht. „ Wenn das Land mitzieht, kann ich mir so etwas schon vorstellen. Diese Form der Gewalt darf sich nicht wiederholen“, so Jürgen Kessing.


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Innerhalb von einem Jahr ist es hier in Deutschland so dermaßen bergabgegangen, dass einem fast nichts anderes mehr übrig bleibt, als seinem frust freien lauf zu lassen.
Massig Arbeitslosigkeit & wenn man einen Job oder eine Ausbildung hat, wird man dort nur noch ausgenutzt & mit hungerlöhnen abgespeist.
Dann ist doch klar das man irgendwann die Fassung verliert & austickt.
Das schlimme an der Ganzen geschichte ist aber das es unschuldige trifft, nicht die jenigen die den ganzen scheiß ausgefressen haben.
Fakt ist, es wird eher mehr als weniger mit den Gewalttaten, wenn es so weiter läuft.
Aber was will man machen, wir leben halt in Deutschland, in einem der reichsten Ländern der Welt, in dem 7,80€ bald ein Spitzenverdienst sein wird.