Regen stoppt Straßenmusiker nicht
Regen stoppt Straßenmusiker nicht

Von den seit April insgesamt knapp 200 000 arbeitslos gemeldeten Beschäftigten der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker konnte bislang nur jede Sechste eine neue Anstellung finden.
Wie aus einer unserer Zeitung vorliegenden Übersicht der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervorgeht, sind bis Anfang Juli erst 3068 Betroffene bei einem neuen Arbeitgeber untergekommen.
Bei der Ludwigsburger Arbeitsagentur haben sich laut Agenturleiter Martin Scheel zum April 49 entlassene Schlecker-Mitarbeiterinnen arbeitslos gemeldet, von denen bislang zwei Drittel eine neue Stelle finden konnten.
Nach der zweiten Entlassungswelle haben sich nun weitere 128 Personen bei der Ludwigsburger Agentur arbeitslos gemeldet. „Mit 84 von ihnen haben unsere Mitarbeiter bereits intensive Gespräche geführt, eine schnelle Bewilligung des Arbeitslosengelds II in die Wege geleitet“, so Scheel. Grundsätzlich biete der Arbeitsmarkt in der Region gute Chancen für die entlassenen Arbeitnehmer.
Bundesweit befinden sich 4251 Betroffene in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen. Davon absolvieren rund zwei Drittel kurzfristige Kurse, etwa ein Bewerbungstraining. Die Chancen, eine neue Arbeit zu finden, sind von Region zu Region unterschiedlich. In Bayern kam bis Anfang Juli jede fünfte ehemalige Schlecker-Mitarbeiterin in einem anderen Unternehmen unter. Schlusslicht sind Sachsen-Anhalt und Thüringen. Dort konnte bislang nur jede Achte einen neuen Job antreten.
Bundesweit lediglich 725 Ex-Mitarbeiterinnen der Pleite-Kette absolvieren eine Weiterbildung, an deren Ende ein neuer Berufsabschluss möglich ist. Wie viele vormalige Schlecker-Beschäftigte auf den Erzieherberuf umsatteln könnten, ist bislang noch nicht statistisch erfasst. (fk/vet)




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