



Dieser Zwischenstopp in Pleidelsheim war nicht geplant: Eine Schweizer Reisegruppe, bestehend aus elf Rollstuhlfahrern und 14 Betreuern, war im Bus auf der Autobahn A 81 unterwegs ins sächsische Dresden, als sie am Samstagmittag unfreiwillig Halt machen musste. Wie die Polizei berichtet, geriet gegen 12.45 Uhr der linke Hinterreifen des Fahrzeuges in Brand.
Der 59 Jahre alte Fahrer konnte den Reisebus kurz vor der Anschlussstelle Pleidelsheim auf dem Seitenstreifen anhalten. Die Feuerwehr löschte das Feuer. Alle Insassen wurden rechtzeitig aus dem Bus in Sicherheit gebracht.
Die Reisegruppe wurde von verschiedenen Hilfsdiensten mit insgesamt zwölf Fahrzeugen in eine von der Gemeinde Pleidelsheim zur Verfügung gestellte Halle gebracht und dort versorgt, bis ein Ersatzbus zur Weiterreise organisiert war. Alle Insassen kamen mit dem Schrecken davon. verletzt wurde niemand.
Als Ursache vermutet die Polizei einen „technischen Defekt“. Genaueres dazu war den Beamten in Ludwigsburg auch gestern vor Redaktionsschluss noch nicht bekannt. Der an dem Reisebus entstandene Sachschaden beläuft sich auf etwa 6000 Euro.
Neben drei Streifenbesatzungen der Polizei war die Feuerwehr Ludwigsburg mit sieben Fahrzeugen und 26 Einsatzkräften vor Ort. Zur Bergung und Absicherung waren nach Angaben der Polizei zudem das Technische Hilfswerk sowie die Autobahnmeisterei im Einsatz.
Während der Löscharbeiten und der anschließenden Bergung mussten zwei Fahrstreifen der Autobahn in Fahrtrichtung Heilbronn gesperrt werden. Dadurch staute sich der Verkehr vor der Unfallstelle bis etwa 16.30 Uhr auf eine Länge von bis zu zwölf Kilometern zurück. Die Polizei gab Verkehrswarnmeldungen heraus. Vermutlich wegen der Fahrzeuge, die der Unfallstelle auf der Autobahn ausweichen wollten, und dem Wochenendverkehr kam es auf der Bundesstraße 27 in Fahrtrichtung Heilbronn ebenfalls zu erheblichen Behinderungen durch erhöhtes Verkehrsaufkommen. (gra)







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