LUDWIGSBURG | 22. Juli 2008

Stadtbahn: Stadträte für weitere Analyse

2000 Euro ist den Ludwigsburger Stadträten eine Untersuchung wert, die die Kosten und Nutzen einer künftigen Stadtbahn (wir berichteten) darlegen soll. Als der Gemeinderat vergangene Woche darüber debattierte, ging es auch um eine autofreie Schillerstraße, einen Bürgerentscheid und den Tunnel in Eglosheim.

An der Kosten-Nutzen-Analyse hatte keine Fraktion etwas auszusetzen. Ganz im Gegenteil. Erwarten manche davon doch eine Entscheidungsgrundlage für die Zukunft. Insbesondere die CDU und die Freien Wähler machen ihre Unterstützung für die Stadtbahn von einer Verteilung der Kosten abhängig. Die FDP schlug vor, der Kämmerer solle bereits jetzt Geld im Haushalt für das Projekt einstellen.
Die Grünen, seit jeher Befürworter der Stadtbahn, hoffen, dass die „Bedenkenträger das Projekt nicht mehr aufhalten können“, so Roswitha Matschiner. Für Zündstoff sorgte sie mit dem Vorschlag, die Schillerstraße komplett für den Autoverkehr zu sperren, um dort Platz für die Stadtbahn, Fußgänger und Radfahrer zu schaffen.
Die CDU-Fraktion wurde bei diesem Vorschlag hellhörig. „Da haben Sie Dynamit gelegt“, meinte Reinhold Noz. Denn seine Fraktion ist mit den Einzelhändlern einig, die nicht müde werden zu betonen, wie wichtig der Autoverkehr für die Geschäfte in der Innenstadt sind. Der Stadtbahn selbst gab er, wenn auch zögerlich, seine Zustimmung: „Wenn die Kosten getragen werden können, ist von uns die Bereitschaft da.“
Auf den ersten Blick fasziniert sind die Freien Wähler von der Idee einer Stadtbahn. Auf den zweiten Blick stellt sich ihnen die Frage: Wer soll das bezahlen? „Wenn wir das in Angriff nehmen, ist der Tunnel in Eglosheim nicht mehr möglich“, so Dr. Levente Mitrovics. Er schloss zudem einen Bürgerentscheid zur Stadtbahn nicht aus.
Margit Liepins (SPD) sieht in der Stadtbahn eine große Chance. Allerdings: „Sie muss zentral durch die Stadt gehen. Dort, wo sie keinen stört und keiner hin will, macht sie keinen Sinn.“
Lubu-Stadträtin Elga Burkhardt warnte davor, heute Entscheidungen zu treffen, die künftig eine Stadtbahn unmöglich machen. Das müsse man bei der Gestaltung von Straßen im Blick haben.

Julia Essich-Föll
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