Immobilien
KREIS LUDWIGSBURG | 27. Juni 2013

Strenger setzt auf zwei Marken

Tochterfirmen Bauen und Wohnen sowie Baustolz künftig die Eckpfeiler – Umsatz 2012 um 35 Prozent gesteigert

Die Strenger-Gruppe ist auch mit Reiheneigenheimen von Baustolz auf Erfolgskurs.
Die Strenger-Gruppe ist auch mit Reiheneigenheimen von Baustolz auf Erfolgskurs.
Fotos: Strenger
Firmenchef Karl Strenger.
Firmenchef Karl Strenger.

Ludwigsburg. Von der großen Nachfrage auf dem Immobilienmarkt in der Region profitiert auch das Unternehmen Strenger. Im vergangenen Geschäftsjahr hat die Ludwigsburger Firmengruppe so viele verkaufte Wohneinheiten wie nie zuvor fertiggestellt und an Kunden übergeben: 320 Wohnungen und Reiheneigenheime. Das sorgte für eine Umsatzsteigerung von 35 Prozent auf 78 Millionen Euro. Zugleich wird Strenger künftig nur noch auf zwei Marken setzen: Bauen und Wohnen sowie Baustolz.

„Auf das erneute Spitzenergebnis sind wir unheimlich stolz“, sagt Karl Strenger (56), geschäftsführender Gesellschafter der Firmengruppe. Wie der Firmenchef weiter erklärte, entfielen vom Verkaufs- und Produktionsumsatz 35 Millionen Euro auf das Tochterunternehmen Bauen und Wohnen, 39 Millionen Euro auf Baustolz und vier Millionen Euro auf die Tochter Massivbau. Doch nicht nur der Umsatz wächst bei der Strenger-Gruppe kontinuierlich, auch das Team ist größer geworden und zählt mittlerweile 45 Beschäftigte (Vorjahr 40), darunter fünf Auszubildende.

Die Tochter Bauen und Wohnen, die hochwertige Wohnraum errichtet, hat laut Strenger über 200 Wohneinheiten an verschiedenen Standorten im Großraum Stuttgart im Bau; davon entstehen allein 100 in Ludwigsburg. In den vergangenen Jahren stieg nach Firmenangaben auch der Anteil an Wohnungen, die an Kapitalanleger gingen. So waren 2012 über 50 Prozent der Einheiten Mietobjekte. Strenger: „Das wirkt der aktuellen Anspannung am Mietwohnungsmarkt entgegen.“

Der zweite wichtige Eckpfeiler in der Firmenstrategie ist für Strenger längst die vor fünf Jahren gegründete Sparte Baustolz geworden. Mit dieser Tochterfirma ist Strenger neben dem Marktgebiet Ludwigsburg auch in Süddeutschland aktiv und konnte dabei nach eigenen Angaben auch sein Engagement in München und Frankfurt ausbauen. Mit dieser Marke spezialisierte sich Strenger auf den Bau von standardisierten und modern gestalteten Reiheneigenheimen, die preislich 15 bis 20 Prozent unter ortsüblichen Marktpreisen liegen. Inzwischen sei von Baustolz bereits das 500. Reiheneigenheim verkauft worden. Angesichts der enormen Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum für junge Familien sieht Strenger in diesem Marktsegment weitere Wachstumspotenziale.

Kein weiteres Zukunftsfeld sieht Karl Strenger hingegen beim Bau von freistehenden Einfamilienhäusern in Ballungsräumen, weshalb sich das Unternehmen 2013 aus diesem Bereich zurückziehen wird. „Hier sind die Preise sehr stark gestiegen“, sagte Strenger, und es sei schwierig, dafür Grundstücke zu erhalten. Zudem erschwere eine lange Bauentwicklung und -planung bei den Kommunen, die durchaus drei Jahre dauern kann, dieses Geschäft. Doch auch ohne das Engagement im Massivhausbau sieht Karl Strenger seine Firmengruppe für die Zukunft gut aufgestellt, sowohl mit den Strenger-Angeboten als auch finanziell. So wurde in den vergangenen Jahren das Eigenkapital stetig aufgebaut. „Unser Überschuss wächst analog zum Umsatz“, sagte Strenger. So konnte auch 2012 das Eigenkapital um weitere drei Millionen Euro auf nun 15 Millionen Euro aufgestockt werden. „Und neben Wohnimmobilien im gehobenen Preissegment reicht unser Angebot bis hin zu Reiheneigenheimen und günstigen Wohnungen.“ Daneben deckt das Leistungsspektrum aber auch die Dienstleistungsbereiche Gebäudemanagement, Modernisierung, Gewerbebau und Vermittlung von Gebrauchtimmobilien ab: 40 gebrauchte Häuser wurden 2012 vermittelt.

Für dieses Jahr rechnet Karl Strenger mit weiter steigenden Immobilienpreisen. Neben einem sehr knappen Angebot an Grundstücken sieht er in steigenden Preisen für Handwerkerleistungen und Rohstoffe die Ursache. Allerdings macht der Firmenchef einen weiteren Preistreiber aus: „Die öffentliche Hand verschärft durch die Grunderwerbsteuererhöhung und strengere Gesetzesvorgaben sowie höhere energetische Anforderungen den Trend zusätzlich.“ Kritik übt er auch an den Kommunen, die ihre Grundstücke häufig meistbietend Bauträgern anböten und so die Preise für Wohnraum in die Höhe trieben.

Hans-Dieter Wessbecher
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