



Den Versuch aus dem Bereich Kleeblatt, eine Wohnbereichsleiterin abzuwerben, hat Bernhard Schneider von der evangelischen Heimstiftung sicher nicht erfunden. Dass möglicherweise ein Mitarbeiter der Kleeblatt Pflegeheim gGmbH übereifrig und ohne Rückendeckung aus der Chefetage gehandelt hat, ist ebenfalls nicht von der Hand zu weisen. Wenn Kleeblatt-Geschäftsführer Walter Lees sagt, sein Unternehmen setze keinen Abwerber ein, so übersieht er, dass die Heimstiftung dies nicht behauptet, sondern offen von einem Kleeblatt-Beschäftigten spricht, der mit dem Tausender gewunken habe. Mit ihrem Programm „Mitarbeiter werben Mitarbeiter“ bezahlt die Firma Kopfprämien, wenn auch niedrigere. Diese Aktion gehört rasch abgeblasen, zumal Lees behauptet, Kleeblatt sei darauf gar nicht angewiesen.
Ärgerlich ist, wie Lees und das Landratsamt von der Heimstiftung fordern, die Sache zuerst intern zu klären. Die Öffentlichkeit soll möglichst nichts erfahren oder nur die gesiebten Ergebnisse. Richtig ist, dass die evangelische Heimstiftung den Weg des offenen Briefes an den Landrat wählte. Sie machte damit deutlich, dass es auf dem Pflegekräftemarkt in der Region Stuttgart lichterloh brennt. Der Personalmangel ist akut. Hier zu handeln und Rahmenbedingungen der Pflege zu verbessern, ist dringender als das übliche Abwiegelgetue.
Zumal das Landratsamt einen zentralen Punkt im Brief der Heimstiftung überging – ob Kopfprämien in die Pflegesätze eingerechnet und somit auch vom Kreis bezahlt werden.







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