



Das Unwetter hatte ab 21.15 Uhr den gesamten Landkreis für etwa drei Stunden fest im Griff. Der gravierendste Vorfall: Auf dem Lehrhof bei Steinheim schlug der Blitz in eine Scheune ein und setzte sie in Brand. Die Scheune, in welcher landwirtschaftliche Materialien und Maschinen gelagert waren, brannte völlig nieder. Es entstand ein Schaden von 50 000 Euro.
In Neckarweihingen und Hoheneck wurden zwei Fahrzeuge durch umstürzende Bäume beschädigt. Der Schaden hier betrug etwa 12 500 Euro. Auf der Landesstraße 1110 zwischen Sachsenheim und Hohenhaslach fuhr eine 29-jährige Autofahrerin gegen einen umgestürzten Baum und wurde leicht verletzt. Da es sich um eine 30 Meter hohe Esche handelte, war eine Fällung nachts nicht möglich. Die Straße musste deshalb voll gesperrt werden und war erst am Sonntag um 8.30 Uhr nach Beendigung der Baumfällarbeiten wieder zu befahren.
In Korntal und Marbach wurden die Rathäuser beschädigt, als Außenputz und Dachziegel herunterfielen. In Marbach verwüstete der Sturm zudem mehrere Stände des Töpfermarkts. Ferner riss er Dachziegel von einem Wohnhaus in Gerlingen.
Durch ein umher fliegendes Trampolin entstand ein Schaden von 5000 Euro als der Sturm es gegen zwei geparkte Fahrzeuge in Pattonville wehte. In Markgröningen spülten die Wasserfluten zwei Gullydeckel auf die Farbahn. An zwei dagegen fahrenden Fahrzeugen entstand nur geringer Schaden.
In so gut wie jeder Gemeinde im Kreis gab es umgestürzte Bauzäune und Abschrankungen sowie umgerissene Bäume. Dabei entstand jedoch kein weiterer Schaden. Behinderungen konnten von den Einsatzkräften zügig beseitigt werden. Das Ludwigsburger Marktplatzfest wurde aus Sicherheitsgründen um 22 Uhr vorzeitig beendet. Der Sturm hatte teilweise Zelte losgerissen, zwei Personen mussten nach Stürzen verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden. (red)







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