Sanieren und Förderung nutzen
Ludwigsburg | 29. Juni 2013

Von Dach bis Keller wirksam gedämmt

Eine aufwendige Dachdämmung ist ein guter Anfang. Wenn über eine nicht gedämmte Fassade oder alte Fenster aber weiterhin Heizenergie verloren geht, müssen weitere Schritte folgen.

Für wirksame Wärmedämmung sollte man einen Energiefachberater einschalten.
Für wirksame Wärmedämmung sollte man einen Energiefachberater einschalten.
Foto: djd/Gesamtverband Dämmstoffindustrie

Stückwerk bringt Hauseigentümern bei der energetischen Sanierung meist nicht den vollen Nutzen, sind sich Experten einig: „Bei der energetischen Modernisierung gilt, das Ganze ist mehr als die Summe der Teile. Wichtig ist daher eine individuelle Analyse des Eigenheims und ein Sanierungsfahrplan, der nach und nach alle Schwachstellen beseitigt“, sagt Christian Bruch, Geschäftsführer des Gesamtverbands Dämmstoffindustrie (GDI).

Seine Empfehlung lautet, stets einen unabhängigen Energiefachberater einzuschalten und sich gründlich beraten zu lassen. Ansprechpartner im Baustoffhandel vor Ort findet man zum Beispiel unter www.energie-fachberater.de im Internet.

Denn Dämmung ist längst nicht gleich Dämmung: Für jede Sanierung sollte zunächst die bauliche Situation analysiert werden, betont Christian Bruch. „Abhängig davon kann es sinnvoll sein, buchstäblich vom Dach bis zum Keller zu dämmen“, sagt der Experte. Er rät dazu, die Dämmung schrittweise umzusetzen und beispielsweise mit ohnehin geplanten Modernisierungen zu koppeln: Das reduziere den Aufwand und damit auch die Kosten.

„Wenn man ohnehin das Dach neu eindecken lässt, ist dies der richtige Zeitpunkt, um zugleich eine Dämmung vorzunehmen.“ Unter www.gutgedaemmt-geldgespart.de gibt es mehr Tipps für Hauseigentümer.

Heizwärme und somit bares Geld gehen nicht punktuell, sondern über das gesamte Gebäude verloren: Je nach Zustand des Hauses kann eine Dachdämmung die Gesamtwärmeverluste eines Eigenheims bis zu einem Drittel reduzieren. Die Dämmung der Außenwände kann bis zu 25 Prozent weniger Wärmeverluste und eine Dämmung des Kellers kann nochmals bis zu 15 Prozent einsparen. „Dabei bietet es sich stets an, Baumaßnahmen miteinander zu verbinden. Wenn das Haus gestrichen oder neu verputzt wird, kann man dies sehr gut mit einer Wärmedämmung der Wand kombinieren“, so Christian Bruch.

Für Baumaßnahmen, die dauerhaft Energie sparen, stehen verschiedene Fördertöpfe bereit. So vergibt die KfW-Bank mit ihrem Programm 151 langfristig zinsgünstige Kredite in Höhe von bis zu 75000 Euro pro Wohneinheit. Voraussetzung dafür: Entweder man kauft ein frisch saniertes Haus oder eine Eigentumswohnung, die den Werten eines KfW-Effizienzhauses entsprechen oder man bringt das vorhandene Eigenheim auf diesen Standard.

Mehr Infos zu den verschiedenen Fördermöglichkeiten gibt es unter www.gutgedaemmt-geldgespart.de. (djd/pt)

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