

Der Vorteil: Der neue Grippeimpfstoff ist frei von Hühnereiweiß, Antibiotika, Konservierungsmitteln und Wirkverstärkern. Voraussetzung für die neuen Impfstoffe ist eine besondere Herstellungsmethode: Sie werden nicht mehr mit Hilfe von bebrüteten Hühnereiern, sondern auf Basis von Zellkulturen hergestellt. Der Prozess ist schneller, weniger anfällig für Verunreinigungen und unabhängig von der Lieferbarkeit von Hühnereiern.
Bewährt hat sich die Technologie bereits seit Jahren bei Impfstoffen gegen Tollwut, Rota-Viren und Kinderlähmung. Auf dem Gebiet der Grippeimpfstoffe stellt die Zellkultur einen wichtigen Fortschritt dar – den die World Health Organization (WHO) bereits 1995 gefordert hat. Der Impfstoff eignet sich daher auch für Menschen mit Unverträglichkeiten gegen einen der entsprechenden Stoffe.
Empfohlen wird die jährliche Grippeimpfung von der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert-Koch-Institut vor allem für Menschen ab 60 Jahre, Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel sowie Patienten aller Altersgruppen mit chronischen Krankheiten wie Rheuma, Diabetes, Herz-Kreislaufbeschwerden, Erkrankungen der Atemwege oder Immundefekten.
Bei diesen Risikogruppen kann eine Influenza besonders schwer verlaufen und gefährliche Komplikationen wie Lungen-, oder Herzmuskelentzündungen nach sich ziehen. Auch Menschen mit erhöhter Ansteckungsgefahr – zum Beispiel Pflegepersonal oder Personen in Einrichtungen mit hohem Publikumsverkehr – sollten sich durch eine Impfung schützen.
Grundsätzlich kann sich jedoch jeder gegen Influenza impfen lassen. Die Impfung mit dem neuen Zellkulturimpfstoff wird beim Hausarzt gegeben und von den gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Wie bei allen Impfungen entfällt die Praxisgebühr.
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