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gesund & aktiv

Spritze und Skalpell können sich ergänzen

Früher oder später kommt der Zeitpunkt, an dem sich Falten und Alterserscheinungen nicht mehr mit Cremes und Salben behandeln lassen. Welche Möglichkeiten die ästhetische Chirurgie bietet, um sich ein junges und frisches Aussehen zu erhalten, beantwortet eine Expertenrunde bei der Gesundheitsmesse „gesund & aktiv“ 2012.

Bilder: privat

„Welches ist der beste Weg zu mehr Ästhetik und Schönheit: Skalpell oder Spritze?“ ist die Expertenrunde am Sonntag, 12. Februar, ab 11.30 Uhr im Theatersaal des Forums am Schlosspark betitelt. „Sowohl Skalpell als auch Spritze haben ihre Berechtigung, um eine visuelle Verjüngung herbeizuführen“, hebt Dr. Oliver Phillips den scheinbaren Gegensatz auf. Phillips ist seit 2008 Oberarzt der Klinik für Hand-, Plastische und Mikrochirurgie und Plastischer Chirurg des Brustzentrums am Karl-Olga-Krankenhaus Stuttgart.
„Nicht alles kann mit der Spritze verjüngt werden“, betont Dr. Horst Grübmeyer, Gründer und Chef der Ludwigsburger Schlossparkklinik. Dieser Methode seien Grenzen gesetzt, ist sich Grübmeyer mit Phillips einig. „Wenn man gute und langfristige Ergebnisse erzielen will, sind ab einem Alter von 50 und mehr Botox und Co nicht mehr ausreichend. Dann sind Hautstraffungen und Lasertherapien oder andere Eingriffe notwendig,“ erklärt Grübmeyer, der seit fast 30 Jahren ausschließlich auf dem Gebiet der Plastischen Chirurgie tätig ist.
Der Trend bei Anti-Aging-Eingriffen geht laut Phillips weg von der klassischen Straffung hin zum Schaffen von visuellen Effekten durch Zugabe von Volumen. Das verleihe dem Ergebnis mehr Natürlichkeit.
Auch ältere Menschen jenseits der 60 möchten heute ihre Alterserscheinungen korrigieren lassen, sagt der Experte des Karl-Olga-Krankenhauses, dass mehrheitlich zum Sana-Konzern gehört. „Da in diesem Alter häufig bereits Begleiterkrankungen vorliegen, bietet eine Klinik bei einer operativen Verjüngung einen sehr hohen Sicherheitsaspekt für den Patienten“, erklärt Oliver Phillips.
Behandlungen mit Botox und vergleichbaren Substanzen sind aber nicht nur eine Vorstufe von Operationen. Sie werden auch zur Nachbehandlung eingesetzt. Der Erfolg eines Eingriffes werde durch eine weitere Faltenbehandlung per Spritze deutlich verlängert, sagt Grübmeyer.
Der Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie und Allgemeinchirurgie gründete nach seiner Ausbildung und mehreren Stationen als Oberarzt 1992 die Schlossparkklinik in der ehemaligen Ludwigsburger Bäckereikaserne. Die staatlich konzessionierte Privatklinik gilt nach eigenen Angaben als eine der erfahrensten auf dem Gebiet der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie in der Region um die Landeshauptstadt.
Unterstützt wird Horst Grübmeyer – in der Klinik, wie auf dem Podium der Expertenrunde – von Dr. Nicole Dirr. Die Fachärztin für Plastische und Ästhetische Chirurgie bietet seit 2009 in der Ludwigsburger Klinik den Service „Von Frau zu Frau an“. Der ist für Patientinnen gedacht, die sich in den manchmal heiklen Fragen der ästhetischen Medizin lieber von einer Geschlechtsgenossin beraten und behandeln lassen wollen.

Jürgen Schmidt
21. Januar 2012
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