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Warum wir uns so oft die Augen reiben

(red) –„Elf Feinde hat das Auge: zehn Finger und ein Tuch“, behauptet ein Bonmot unter Augenärzten. Denn wenn man sich die Augen reibt und die Finger dabei die Augenoberfläche berühren, können Keime ins Auge gelangen.

Das Augenreiben bringt aber laut dem Berufsverband der Augenärzte Deutschland keine wirkliche Besserung – gegen Müdigkeit hilft nur der Schlaf, trockenen Augen kann dagegen ein Spaziergang an der frischen Luft Linderung bringen. Müde Augen können auch die Folge einer Blickmonotonie sein, wie sie bei konzentrierter Arbeit am Computer, beim Fernsehen oder beim Autofahren auftritt. Trockene Luft etwa in geheizten Räumen kann die Beschwerden noch zusätzlich verstärken.
Sich beständig die Augen zu reiben, ist keine Lösung für trockene Augen – im Gegenteil: Geraten dabei Keime ins Auge, kann sich die ohnehin schon gereizte Augenoberfläche erst recht entzünden. Mit künstlicher Tränenflüssigkeit lassen sich die Beschwerden in den meisten Fällen gut beheben.
Dabei ist es sinnvoll, das „Trockene Auge“ zunächst vom Augenarzt abklären zu lassen. Er kann feststellen, ob das Problem auf zu geringe Tränenproduktion zurückgeht oder ob die Tränenflüssigkeit möglicherweise aufgrund einer Störung der Zusammensetzung des Tränenfilms zuschnell verdunstet.

18. Januar 2012
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