Der Ludwigsburger Jugendgemeinderat
Projekte
Ludwigsburg | 16. November 2017

Das macht der Jugendgemeinderat

Das junge Gremium stellt in selbst verfassten Texten seine aktuellen Projektgruppen vor.

Kaffeeautomat für Schüler: Nachdem bei der Wahl zum Jugendgemeinderat die Wahlbeteiligung mit etwa 15Prozent viel zu niedrig ausgefallen war, war es uns wichtig, mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Wir haben beschlossen, uns eines Alltagsproblems der Schüler am Innenstadtcampus anzunehmen: Wie kommt man an Kaffee? Zwar gibt es in der Nähe Bäcker, aber diese liegen außerhalb des Schulgeländes. Ein Kaffeeautomat mit dem Logo des Jugendgemeinderats wäre eine Möglichkeit, Schüler auf unsere Arbeit aufmerksam zu machen. JGR-Vorsitzender Vithusan Vijayakumar holte von Firmen, die Kaffeeautomaten aufstellen und betreiben, Angebote ein. Neben Kaffee soll es auch Kaltgetränke, Tees und heiße Schokolade geben. Zwei Unternehmen stehen inzwischen in der engeren Auswahl. Die Zustimmung bei Schülern und Schulleitungen war groß. Auch die Stadtverwaltung unterstützt das Projekt. Der Kaffeeautomat soll im Foyer des neu umgebauten Stadtbads untergebracht werden und ist so für alle Schüler in der Innenstadt zugänglich. Der Umbau ist wohl im Herbst 2018 abgeschlossen. Für eine Übergangslösung sind verschiedene Standorte geprüft worden.

Weltmädchentag: Am 11. Oktober 2017 fand wieder der Weltmädchentag statt. Aus diesem Anlass gab es eine große Aktion auf dem Innenstadtcampus der Stadt mit vielen Angeboten und Ständen. Auch wir vom Jugendgemeinderat unterstützten das Projekt mit einem eigenen Stand. Madeleine Untch, Mia Scherzer und Jessica Gmeiner waren vor Ort und boten selbst gemachte Waffeln und Donuts an. Mit unseren Besucherinnen unterhielten wir uns über unsere Arbeit und erzählten von unseren Projekten, bei denen jeder, der Interesse hat, mitwirken kann.

Zentrales Jugendhaus: Es gibt viele Möglichkeiten für Jugendliche, ihre Freizeit zu verbringen. Eine davon soll das zukünftige zentrale Jugendhaus sein. Natürlich gibt es schon Jugendtreffs, zum Beispiel das Schülercafé Pasta oder die Villa BarRock, in der die städtische Kinder- und Jugendbetreuung ihre Büroräume hat und damit die Verwaltung des Jugendgemeinderats. Allerdings wird das Pasta von jungen Schülern besucht und in der Villa BaRock gibt es keinen offenen Betrieb. Wir wollen eine Räumlichkeit für andere Alter- und Zielgruppen finden und damit Jugendlichen einen Ort anbieten, der nahe der Schulen in der Innenstadt liegt. Auch soll es ein Ort sein, an dem sie sich mit Freunden verabreden können. Verschiedene Räume sollen unterschiedlich genutzt werden können. Geplant ist auch, dass es freiwillige Aufsichtspersonen gibt, die ein offenes Ohr haben und Aktionen starten. Derzeit sind wir noch auf der Suche nach einem geeigneten Gebäude, das unseren Vorstellungen entspricht. Ein Projekt wie dieses ist in der Theorie nicht allzu schwer, beansprucht aber viel Zeit, die alle Mitglieder gerne investieren. Denn das neue Jugendhaus soll auch eine Art Wahrzeichen des Jugendgemeinderats werden.

Mehr Nachtbusse: Die Arbeitsgruppe Nachtbus war eine der ersten eigenen Arbeitsgruppen. Im Moment existieren drei Nachtbuslinien der Ludwigsburger Verkehrslinien (LVL), die am Wochenende in Teilen Ludwigsburgs verkehren, jedoch nicht überall, was gerade für Jugendliche und junge Erwachsene ein Problem darstellt. Um sich Klarheit über die Situation zu verschaffen und gegebenenfalls auch Möglichkeiten, dieses Problem zu beseitigen, hat sich unsere Arbeitsgruppe zum Ziel gesetzt, eine Umfrage unter den Betroffenen durchzuführen. Bisher ist es dazu leider aus organisatorischen Gründen noch nicht gekommen, jedoch ist das Projekt ein Anliegen vieler Jugendgemeinderäte. Wir führten bereits Gespräche, wie eine neue Variante des Nachtbusverkehrs umgesetzt werden könnte. Dabei wurde deutlich, dass das Projekt auf viele Hürden stoßen wird. Unser nächster Schritt ist die Umfrage. Aus den Ergebnissen entscheiden wir, ob wir Angebote beim VVS oder LVL einholen. Letztendlich werden wir uns an den Gemeinderat wenden, da er darüber entscheidet. Denn finanziert werden würde so ein Projekt von der Stadt.

Jugendgelände: Direkt nach unserer Einsetzung beteiligten wir uns an dem Jugendprojekt in Poppenweiler. Auf der Grünfläche, die die Tennisplätze am Lembergblick umgibt, soll ein Spiel- und Sportgelände entstehen. Online über die Plattform Meinlb wurden Vorschläge gesammelt. Im Mai 2017 verwandelte sich die Grünfläche zum Testgelände für mögliche Varianten. JGR-Mitglieder Jessica Gmeiner, Irem Inan und Vithusan Vijayakumar testeten mit und kamen im Planungspavillon, in dem die Entwürfe bewertet wurden, mit Poppenweilern ins Gespräch. Die Ideen wurden mit Fachplanern aufbereitet und der Politik präsentiert. Nun sind wir auf die Umsetzung gespannt.

Ganztagsbetreuung: Unsere Arbeitsgruppe befasst sich mit der Situation der Ganztagsangebote an den weiterführenden Schulen. Die Stadt ist bereits 2012 als Vorbild vorangegangen, jedoch haben wir das Gefühl, dass bestehende Mittel nicht ausreichen und die Weiterentwicklung des Konzepts nicht in die Gänge kommt. In nächster Zeit wollen wir deshalb den Dialog mit Stadt, Schulen und Schülern suchen, um dieses wichtige Thema wieder auf die Tagesordnung zu bringen und ein einheitliches, verbessertes Konzept realisieren zu können. Wir wollen eine Anfrage an die Verwaltung stellen, wie die weiteren Pläne zum Ganztagsangebot aussehen. Unser Rede- und Antragsrecht im Gemeinderat und die gute Beziehung zu unseren Paten gibt uns darüber hinaus die Möglichkeit, dieses Thema nicht nur zu diskutieren, sondern wirklich anzupacken.

Spielplatz Weststadt: In unserem Arbeitskreis haben wir uns auf Vorschlag der Stadtverwaltung mit der Umgestaltung des Spielplatzes in der Albrechtstraße beschäftigt. Beim Treffen mit der planenden Architektin wurde deutlich, dass die Verwaltung schon lange über die notwendige Umgestaltung diskutiert. Wir wurden gefragt, wie wir uns den Spielplatz vorstellen würden. Da bei uns die Zeit auf Spielplätzen ein bisschen länger zurückliegt, kamen wir als Arbeitskreis zum Schluss, eine Umfrage unter den Kindern durchzuführen. Jugendgemeinderätin Jessica Gmeiner hat sich hier besonders stark engagiert, die Umfrage gemacht und vorgestellt. Die große Rutsche, die dort ist, ist sehr beliebt. Die Kinder wünschen sich darüber hinaus ein neues Spielhäuschen, eine Klettermöglichkeit und ein Trampolin.

Aufruf: Jeder kann mitmachen. Alle Jugendlichen können sich an den Projektgruppen beteiligen. Bei Interesse einfach beim Jugendgemeinderat melden unter jugendgemeinderat@ludwigsburg.de. Infos unter www.jgr-ludwigsburg. de, www.facebook.com/jgr.lb und www.instagram.com/jgr.ludwigsburg. Die nächste Sitzung findet am Dienstag, 21. November, im Kulturzentrum statt.

 

 

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