Eishockey
Ludwigsburg | 16. Dezember 2016

Die Steelers werden ihre Personalsorgen nicht los

Die Personalnot hat sich beim SC Bietigheim-Bissingen vor dem DEL-2-Spiel gegen Ravensburg (heute 19.30 Uhr) wieder verschärft. Der Schlittschuhclub sucht intensiv nach Verstärkungen.

Wenigstens der Goldhelm ist dabei: Top-Scorer Matt McKnight. Foto: bm
Wenigstens der Goldhelm ist dabei: Top-Scorer Matt McKnight. Foto: bm

Vergangenes Wochenende war die Verletztensituation beim SC Bietigheim-Bissingen leicht entspannt. Mit Shawn Weller und David Wirgley kamen zwei wichtige Eishockey-Spieler zurück in die Mannschaft.

Doch die Hoffnung auf Besserung ist schon wieder zunichte. Vor den DEL-2-Spielen gegen die Ravensburg Towerstars heute (19.30 Uhr/Ege Trans-Arena) und am Sonntag (18 Uhr) gegen Meister Kassel berichtet Coach Kevin Gaudet von einer schlechten Personallage. „Das ist höllisches Pech“, klagt der Kanadier.

Denn Weller und Wrigley fehlen am Wochenende wieder. Weller fuhr am Sonntag gegen Bayreuth gegen die Bande und wird nun mit einer Fußgelenkverletzung vier bis sechs Wochen fehlen. Wrigley wurde nach einer verbalen Auseinandersetzung mit den Schiedsrichtern gesperrt – mindestens heute Abend. Das Urteil steht aus.

„Mit viel Glück ist er am Sonntag dabei“, sagt Geschäftsführer Volker Schoch. Ebenfalls fehlen werden die Iserlohner Förderlizenzspieler Marcel Kahle und Denis Shevyrin sowie Justin Kelly, Frédéric Cabana und Andreas Schwarz. Der Einsatz von Dominic Auger ist fraglich. Ausgerechnet jetzt stehen mit Ravensburg (6. Platz) und Kassel (3.) zwei starke Teams vor der Haustür. „Es wird sehr schwer. Aber wir haben einen guten Charakter und werden kämpfen“, gibt Gaudet vor. Um die Situation zu entschärfen, suchen die Bietigheimer einen oder zwei geeignete Neuzugänge. Doch laut Schoch ist die Situation nicht einfach. „Alle Clubs suchen derzeit. Es gibt aber keine Wow-Spieler am Markt“, erklärt er.

Hauner-Transfer geplatzt

Ein Akteur, den der SCB gerne verpflichtet hätte, steht nun bei Ravensburg unter Vertrag: Norman Hauner, der zuvor für DEL-Club Krefeld Pinguins gespielt hatte. „Es ging absolut nicht ums Geld“, stellt Schoch klar, „Hauner wollte in den Süden und hat bei Ravensburg die Perspektive, in Augsburg DEL zu spielen.“

Schoch sucht nun weiter. Ein Stürmer der auch als Center agieren könnte, wäre der Wunsch. Vor allem muss es aber menschlich passen. „Nur weil unser Team charakterlich so gut zusammenpasst, sind wir auch mit dezimiertem Kader erfolgreich“, sagt Schoch. Im Moment sind es fünf Spieler, die in der engeren Auswahl sind. „Wir ziehen unsere Kreise immer enger. Dieses Wochenende passiert eher nichts mehr“, gibt Schoch Einblick. Spätestens bevor die Weihnachtsspiele beginnen, soll ein Zugang verkündet werden.

Vergangene Woche hat Greg Gibson einen Try-out-Vertrag unterschrieben. Er hatte bereits zwei Einsätze, hat aber erst unter der Woche zum ersten Mal mit dem Team trainiert. „Die nächsten zwei Spiele werden wir sehen, was er kann“, sagt Schoch.

Marco Jaisle
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