deutsche eishockey-liga 2
Ludwigsburg | 07. Januar 2017

Nauheim zieht Steelers den Zahn

Nach dem guten Start ins neue Jahr machte sich gestern Ernüchterung breit beim Eishockey-Zweitligisten SC Bietigheim-Bissingen. An den Roten Teufeln aus Bad Nauheim biss man sich bei der 2:4-Niederlage die Zähne aus.

Aus dem Tritt gebracht: Bad Nauheims Daniel Ketter (links) bringt den Bietigheimer Sebastian Alt zu Fall.Foto: Baumann
Aus dem Tritt gebracht: Bad Nauheims Daniel Ketter (links) bringt den Bietigheimer Sebastian Alt zu Fall.Foto: Baumann

Die Personalsituation bei den Steelers stellte sich weiter unverändert kritisch dar. Wie schon am Dienstag beim eindrucksvollen 4:1-Sieg bei Verfolger Lausitzer Füchse standen Trainer Kevin Gaudet nur 14 Feldspieler zur Verfügung. Vom Kooperationspartner aus Iserlohn mischte gestern Stürmer Marcel Kahle beim Spitzenreiter mit.

Die nach einer Niederlagenserie in die Krise gerutschten Gäste aus Bad Nauheim wirkten vor 3069 Zuschauern in der Ege Trans-Arena allerdings kaum verunsichert und hielten das Match offen. Die beste Gelegenheit zur Führung ließ Steelers-Topscorer Matt McKnight liegen, der in der 13. Minute frei vor Nauheims Keeper Jan Guryca scheiterte.

Besser machte es auf der Gegenseite Joel Johansson, der von der blauen Linie aus in der 18. Minute zum 0:1 traf. Die Antwort gab Bietigheim gleich zu Beginn des zweiten Drittels, als Verteidiger Dominic Auger nach 51 Sekunden den 1:1-Ausgleich markierte.

Brisant wurde es wenig später, als die Steelers nach einer umstrittenen Entscheidung durch Hauptschiedsrichter Alfred Hascher in doppelte Unterzahl gerieten und kurz vor Ablauf der beiden Strafzeiten das 1:2 durch Nick Dineen kassierten. Die Fans waren aufgebracht. Kahle hatte in der 33. Minute das 2:2 auf dem Schläger, doch einmal mehr stand Guryca im Weg. Und es kam noch schlimmer für die Schwaben, die in der 36. Minute das 1:3 durch Eugen Alanov einstecken mussten.

Im dritten Spielabschnitt mobilisierten die Steelers noch einmal alle Kräfte, doch zunächst verpasste Kapitän Adam Borzecki in der 44. Minute den Anschlusstreffer, anschließend blieb auch ein Powerplay ohne krönenden Abschluss. Und wenn die Gastgeber Nauheims Defensive einmal ausmanövriert hatte, war da ja noch immer ein Jan Guryca, der sich gestern Abend kaum eine Schwäche leistete.

Machtlos war der Torhüter jedoch beim Schuss von Borzecki, der in der 58. Minute zum 2:3 einschlug. Zum Ausgleich reichte es nicht mehr, Nauheim machte den Sack durch Dusan Frosch zu.

Für die Steelers geht am am morgigen Sonntag um 17 Uhr mit dem Auswärtsspiel beim ESV Kaufbeuren weiter.

von karl-heinz ullrich
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