Ludwigsburg | 17. Oktober 2016

Shawn Weller rupft die Falken

DEL 2: Drei Tore beim Bietigheimer 5:2-Derbysieg in Heilbronn

Zehntes Spiel, neunter Sieg: Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen behielt auch im hitzigen Derby bei den Heilbronner Falken kühlen Kopf und setzte sich gestern Abend mit 5:2 durch. Die erste Powerplay-Gelegenheit des Spiels nutzten die Falken zur Führung. Als Steelers-Verteidiger Bastian Steingroß auf die Strafbank geschickt wurde, traf Ville Järvelainen in der 5. Minute zur 1:0-Führung.

Der DEL-2-Spitzenreiter benötigte etwas Zeit, um den Rückschlag wegzustecken. Zwei Minuten vor der ersten Drittelpause war es dann Shawn Weller mit seinem Treffer zum 1:1, der die mitgereisten Steelers-Fans unter den 2714 Zuschauern in der Kolbenschmidt-Arena jubeln ließ.

Hellwach starteten die Gäste dann ins zweite Drittel und waren in Überzahl erfolgreich. Für die 2:1-Führung in der 22. Minute zeichnete David Wrigley verantwortlich. Järvelainen glich in der 29. Minute zwar zum 2:2 aus, doch Bietigheim konterte durch Rene Schoofs im Powerplay zum 3:2 in der 33. Minute und legte in der 40. Minute durch Weller das 4:2 nach. Weller war es auch, der in der 60. Minute mit seinem dritten Treffer den 5:2-Endstand besorgte.

Am Freitagabend beim 6:1-Sieg gegen die Starbulls Rosenheim hatte der Steelers-Express nach torlosem ersten Drittel erst nach 20 Minuten so richtig Fahrt aufgenommen. Sechs verschiedene Torschützen (Rene Schoofs, Matt McKnight, Shawn Weller, Frederik Cabana, Adam Borzecki und David Wrigley) durften sich von den über 3800 Zuschauern in der Ege Trans-Arena feiern lassen.

Die Gäste aus Oberbayern, die sich mit Bietigheim in der Vergangenheit schon viele emotionsgeladene Duelle geliefert hatten, zeigten einige vielversprechende Ansätze, waren unter dem Strich jedoch chancenlos. „Wir haben uns im eigenen Drittel zu viele Scheibenverluste geleistet“, kritisierte Starbulls-Coach Franz Steer. Sein Kollege Kevin Gaudet fand trotz aller Freude auch noch ein Haar in der Suppe: „Unser Powerplay war nicht gut, das müssen wir trainieren“, kündigte der Kanadier an.

von karl-heinz ullrich
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