deutsche eishockey-liga 2
Ludwigsburg | 23. Dezember 2016

Steelers-Erfolge mit Herz und Hirn

Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen geht schon fast seit Saisonbeginn personell am Stock – und grüßt nach 27 Spieltagen dennoch weiter von der Tabellenspitze der DEL 2. „Einfach unglaublich“, zieht Trainer Kevin Gaudet den Hut vor seinem Team.

Macht die Schotten dicht: Steelers-Keeper Sinisa Martinovic befindet sich in glänzender Verfassung. Foto: Baumann
Macht die Schotten dicht: Steelers-Keeper Sinisa Martinovic befindet sich in glänzender Verfassung. Foto: Baumann

Mit nur 15 Feldspielern widerstanden die Steelers am vergangenen Freitag auch dem Ansturm der Ravensburg Towerstars, die aufs Tempo drückten und wohl auch darauf setzten, dass dem Vizemeister spätestens im letzten Drittel die Luft ausgeht. Doch Bietigheim blieb stabil, arbeitete gerade in Unterzahlsituationen herausragend und konnte sich letztendlich einmal mehr auf die Qualitäten von Torhüter Sinisa Martinovic verlassen, der in der Liga den besten Gegentorschnitt pro Spiel aufweist (1,75).

„Eigentlich war die Belastung für unseren kleinen Kader zu groß“, sagte Gaudet. Im Penaltyschießen belohnte sich der Spitzenreiter dann für seinen beherzten Auftritt und holte sich nach Treffern von Matt McKnight und Robin Just den Zusatzpunkt. Gaudet: „Gerade im Penaltyschießen gehen wir nicht sehr oft als Sieger vom Eis, umso mehr freut mich der Erfolg.“

Zwei Tage später beim Duell mit DEL-2-Meister Kassel Huskies demonstrierten die Steelers erneut ihre Klasse und traten mit einem beeindruckenden 6:1-Auswärtserfolg die Heimreise an. „Das war taktisch bisher unser bestes Saisonspiel“, merkte Gaudet an, dessen Team sich an der Tabellenspitze wieder ein Polster von sieben Punkten Vorsprung auf Frankfurt verschafft hat. Am Weihnachtswochenende werden sich die Steelers ein üppiges Festtagsmahl eher verkneifen müssen, denn zwei Spiele stehen auf dem Programm. Heute Abend (19.30 Uhr, Ege Trans-Arena) empfängt der Spitzenreiter den Tabellenvierten Dresdner Eislöwen und am zweiten Weihnachtsfeiertag geht es nach Garmisch-Partenkirchen, wo um 17 Uhr der SC Riessersee auf die schwäbischen Gäste wartet.

Den Bietigheimern nicht mehr helfen kann Greg Gibson, der erst kürzlich aus Rosenheim geholt wurde und mit einem Try-out-Vertrag ausgestattet war. Der Stürmer, der gegen Ravensburg und Kassel zwei Tore beigesteuert hatte, war lediglich für vier Spiele verpflichtet worden.

von karl-heinz Ullrich
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