deutsche eishockey-liga 2
Ludwigsburg | 17. Dezember 2016

Steelers bei Penaltys nervenstark

Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen warf gestern im Heimspiel gegen die Ravensburg Towerstars alles in die Waagschale und durfte nach einem langen Abend einen 2:1-Sieg nach Penaltyschießen feiern.

Es ging drunter und drüber: Steelers-Routinier attackiert Ravensburgs Torwart Jonas Langmann. Foto: Baumann
Es ging drunter und drüber: Steelers-Routinier attackiert Ravensburgs Torwart Jonas Langmann. Foto: Baumann

Die Personalsituation bei den Steelers bleibt angespannt. Zwar kehrte Verteidiger Dominic Auger gestern aufs Eis zurück, aber mit Justin Kelly, Shawn Weller, David Wrigley, Frederik Cabana, Andreas Schwarz und den Iserlohner Förderlizenzspielern Marcel Kahle und Denis Shevyrin fehlten Trainer Kevin Gaudet einmal mehr wichtige Stützen.

Nach zwei Niederlagen am vergangenen Wochenende hatte Steelers-Stürmer Benjamin Zientek gefordert: „Durch unsere zahlreichen Verletzten müssen wir uns strikt an unser System halten und ein besonderes Augenmerk auf unser Defensivverhalten haben.“

Das funktionierte, zudem brachte ein klassischer Konter Bietigheim in der 7. Minute in Führung. Neuzugang Greg Gibson stürmte allein auf Ravensburgs Keeper Jonas Langmann zu und erzielte vor 2231 Zuschauern in der Ege Trans-Arena seinen ersten Treffer im Steelers-Trikot. Noch nicht nach Wunsch lief das Powerplay des Vizemeisters, so dass sich die Towerstars mit dem 0:1-Rückstand in die erste Pause retten konnten.

Nachdem Bietigheim im zweiten Drittel allzu fahrlässig mit seinen zahlreichen Torchancen umgegangen war, bekam man in der 29. Minute die Quittung mit dem 1:1-Ausgleich durch Mathieu Tousignant, der einen Abpraller verwertete. Jetzt häuften sich die Strafzeiten gegen die Steelers, die nicht mit allen Entscheidungen der Referees einverstanden sein konnten. Die Gastgeber hatten ihre Linie mittlerweile etwas verloren und waren froh über die zweite Drittelpause.

Der Abnutzungskampf ging auch im driten Spielabschnitt weiter. Beide Keeper gerieten immer wieder in den Blickpunkt. In der 53. Minute vergab Ravensburgs Brian Roloff einen Penaltyschuss nach einem Stockschlag von Marcus Sommerfeld. Auf der Gegenseite hatte Goldhelm Matt McKnight das 2:1 auf dem Schläger, doch Langmann reagierte einmal mehr prächtig.

Die Verlängerung blieb trotz Bietigheimer Powerplay torlos, im Penaltyschießen sorgten schließlich McKnight und Robin Just für den Zusatzpunkt.

von karl-heinz ullrich
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