DEL 2
Ludwigsburg | 29. Oktober 2016

Steelers lehren Füchsen das Fürchten

Der SC Bietigheim-Bissingen bleibt auch im 13. Saisonspiel der 2. Deutschen Eishockey-Liga vor heimischen Publikum ungeschlagen. Vor 2020 Zuschauern in der Ege Trans-Arena bezwangen die Steelers in einer fairen Partie die Lausitzer Füchse mit 3:1 (1:1, 1:0, 1:0) und führen die Tabelle mit nun 34 Punkten an.

Gewühl an der Bande: Bietigheims Max Lukes (links) liebt den Nahkampf. Foto: Baumann
Gewühl an der Bande: Bietigheims Max Lukes (links) liebt den Nahkampf. Foto: Baumann

Bietigheim-Bissingen. Passend zur tristen Jahreszeit liefen die Steelers in hellgrauen Halloween-Trikots auf. Der Respekt vor dem alten Rivalen aus Weißwasser war dem Tabellenführer anzumerken. Die Sachsen sind das Team, gegen das die Schwaben quer durch die Ligen bislang hinter Bremerhaven am zweitmeisten gespielt haben – im Ganzen 78 Mal. Mit Matt McKnight, Marcus Sommerfeld und Bastian Steingroß spielten bereits in der Lausitz. Steelers-Goalie Sinisa Martinovic wurde vor dem ersten Bully für seinen 500. Einsatz in der DEL 2 geehrt.

Die Steelers begannen verhalten, einen Distanzschuss von Steingroß parierte Füchse-Torwart Konstantin Kessler ohne Mühe. Lausitz agierte sehr diszipliniert, dennoch markierten die Gastgeber den ersten Treffer der Partie. Max Prommersberger kam von der blauen Linie ungehindert zum Schuss. Diesmal hatte Kessler gegen das von Shawn Weller noch abgefälschte Geschoss keine Abwehrmöglichkeit (8. Minute).

Noch im ersten Drittel schlugen die Füchse zurück. Nach einem schnellen Angriff glich Dennis Swinnen zum 1:1 aus (13.). Danach hatten die Lausitzer die Partie unter Kontrolle, Sie agierten druckvoller, konnten aber ihr Überzahlspiel nicht in gewohnter Form aufziehen.

Partie wird zum Geduldsspiel

Mit fortlaufender Zeit wurde die umkämpfte Partie zu einem echten Geduldsspiel. Beide Teams waren auf der Hut, dem Gegner nicht ins offene Messer zu laufen. Die besseren Chancen boten sich den Steelers. Wrigley (21.), Sommerfeld (34.) und Robert Brown (35.) scheiterten nacheinander am schier unüberwindbaren Kessler im Tor der Sachsen. Dann aber zahlte sich die Abgeklärtheit der Steelers doch noch aus. Brown verwertete ein Zuspiel von McKnight zum 2:1 (38.).

Die Steelers, die neben den drei Langzeitverletzten diesmal auch auf Freddy Cabana, Sebastian Alt und Michael Fink verzichten mussten, ließen im Schlussdrittel nicht von der konzentrierten Linie ab. Die Partie nahm nun richtig Fahrt auf, Lausitz drängte mit schnellen Aktionen auf den Ausgleich. Die Steelers hielten dagegen – und wurden belohnt. Im Fallen erzwang Robin Just 80 Sekunden mit dem 3:1 die Entscheidung.

Morgen kommt es zum Duell mit den Eislöwen in Dresden. Die Dresdner ließen gestern beim 3:0-Sieg gegen Kaufbeuren nichts anbrennen und schoben sich an den Füchsen vorbei.

von andreas steimann
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