eishockey
Ludwigsburg | 21. Oktober 2016

Steelersziehenweiter einsam ihre Kreise

Auch ein so erfahrener Trainer wie Kevin Gaudet reibt sich derzeit die Augen und staunt: „Ich bin überrascht, dass wir so einen guten Start hingelegt haben.“

Führungsspieler: Steelers-Kapitän Adam Borzecki. Foto: Baumann
Führungsspieler: Steelers-Kapitän Adam Borzecki. Foto: Baumann

Seine Mannschaft, der Eishockey-Zweitligist SC Bietigheim-Bissingen, hat sich wie schon in den vergangenen Jahren erneut an der Tabellenspitze etabliert. Auch im prestigeträchtigen Derby behielten Kapitän Adam Borzecki und Co. am Sonntag trotz der Nebelschwaden in Heilbronn den Durchblick und triumphierten mit 5:2 bei den Falken.

Neun Siege aus den ersten zehn Ligaspielen, 28 von 30 möglichen Punkten, 46:14 Tore – die Bilanz der Steelers kann sich wahrlich sehen lassen. Und das, obwohl der Vizemeister immer wieder verletzungsbedingte Ausfälle kompensieren muss. Das nötigt auch Borzecki Respekt ab: „Ich habe nicht wirklich damit gerechnet, dass wir so gut dastehen.“

Gaudet genießt den Vorteil, auf einen eingespielten Kader zurückgreifen zu können, der das geforderte System beherrscht. „Die Spieler wissen, was ich will“, sagt der Kanadier, der auf ein harmonierendes Ensemble und exzellente Einzelkönner bauen kann, die in der DEL 2 ihresgleichen suchen.

Dabei fehlen den Steelers immer noch Akteure wie Spielmacher Justin Kelly (in der vergangenen Saison als Spieler des Jahres in der DEL 2 ausgezeichnet) oder Verteidiger Markus Gleich, deren Rückkehr aufs Eis nach Gehirnerschütterungen noch nicht absehbar ist.

Nachdem Bietigheim in dieser Saison ausschließlich Heimspiele am Freitag hatte, geht es nun am Sonntag um 17 Uhr in der Ege Trans-Arena mit dem Duell gegen den EHC Bayreuth weiter. Der Aufsteiger ist inzwischen in der Liga angekommen und liegt mit 13 Punkten auf Platz 9.

Bereits heute Abend steht für den Spitzenreiter das Gastspiel bei den Löwen Frankfurt auf dem Programm. Der mit großen Ambitionen in die Runde gestartete Ex-Erstligist unterlag am vergangenen Wochenende zunächst im Hessenderby vor über 6300 Zuschauern den Roten Teufeln aus Bad Nauheim mit 2:3 nach Verlängerung, sicherte sich zwei Tage später aber einen 3:2-Erfolg in Rosenheim und ist als Tabellendritter einer der Verfolger von Spitzenreiter Bietigheim.

von karl-heinz ullrich
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