4:0 gegen Grossaspach
Ludwigsburg | 02. November 2016

Freiberg dreht in Verlängerung auf

Lange sah es nicht danach aus, am Ende jubelten dann aber doch die Freiberger. In der Verlängerung schaffte Verbandsligist SGV Freiberg im WFV-Verbandspokal mit einem 4:0 über den Fußball-Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach einen tollen Triumph im Achtelfinale. Mann des Spiels war SGV-Doppeltorschütze Spetim Muzliukaj.

Turmbau zu Freiberg: Der Jubel kannte nach dem Pokalcoup keine Grenzen.Foto: Baumann
Turmbau zu Freiberg: Der Jubel kannte nach dem Pokalcoup keine Grenzen.Foto: Baumann

Freiberg. Als die Freiberger noch wild jubelten und ihre Freudentänze aufführten, zog Gäste-Coach Oliver Zabel schon sein ernüchterndes Fazit. „Wir werden diese Niederlage noch bis zum Saisonende mit uns herumtragen“, meinte er nach dem bitteren 0:4, „wie wir uns als Mannschaft nach dem 0:1 präsentiert haben war erbärmlich.“

Der Verbandsliga-Tabellenführer fühlte sich hingegen nach dem Pokalcoup bereits für weitere Schandtaten gerüstet. „Vier Tore gegen einen Drittligisten, das ist einmalig“, freute sich Muzliukaj: „Wir müssen uns jetzt mit unserer Qualität vor keinem Gegner mehr fürchten, jetzt können wir in dieser Runde jeden schlagen.“

Vor dem Freiberger Wasenstadion bildeten sich bei strahlendem Sonnenschein um 14 Uhr noch lange Schlangen vor der Kasse, das Spiel begann mit deutlicher Verspätung. Die Freiberger ließen nie einen Klassenunterschied erkennen und hatten durch Muzliukaj eine gute Möglichkeit. Als Osei Kwadwo knapp am langen Pfosten vorbeizielte, schien der Gast auf Betriebstemperatur zu sein: Pascal Sohm vergab zwei Kopfball-Chancen und auch bei einem Lechler-Schuss musste Freibergs Keeper Sven Ullrich alles aufbieten, um den Rückstand zu vermeiden.

Der Sonnenhof vergab auch gleich nach Wiederbeginn durch Shqiprim Binakaj eine Riesenchance. Doch auch der SGV setzte immer wieder geschickt seine Nadelstiche: Marcel Sökler und Michael Deutsche hatten auf Freiberger Seite ebenfalls beste Torgelegenheiten. SG-Spielführer Daniel Hägele ärgerte sich hinterher zu recht: „Wir haben es verpasst, in den ersten 90 Minuten eine unserer mindestens fünf guten Chancen zu nutzen.“

Es sollte jedoch beim 0:0 in der regulären Spielzeit bleiben. In der ersten Hälfte der Verlängerung vereitelte Ullrich auch gegen Alexander Aschauer mit einer Glanzparade den Rückstand und mit dem Beginn der zweiten Hälfte war dann Muzliukaj zur Stelle: Aus kurzer Distanz köpfte er den Ball nach einem haarsträubenden Patzer der Sonnenhof-Abwehr zum Führungstreffer ein. Der Bann war gebrochen, dem SGV gelang nun alles: Mit einem Heber düpierte Deutschle den Drittligisten beim 2:0, ehe Muzliukaj einen Konter zum 3:0 abschloss. Die Sensation war perfekt und Zvonimir Zivic setzte sogar mit dem 4:0 in der Schlussminute noch einen drauf. „Man braucht als David natürlich auch etwas Glück und das hatten wir“, durfte SGV-Trainer Ramon Gehrmann hinterher feststellen.

SGV Freiberg: Ullrich – Schlimgen, Pischorn, Fausel – Schimmel (48. Savranlioglu), Deutsche, Zagaria (109. Parharidis), Kienast (82. Ivanusa), Sökler (102. Zivic), Gentner – Muzliukaj.

Tore: 1:0 Muzliukaj (106.), 2:0 Deutsche (110.), 3:0 Muzliukaj (117.), 4:0 Zivic (120.).

Schiedsrichter: Tobias Endriß (Bad Ditzenbach).

von klaus teichmann
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