zweite Bundesliga
Ludwigsburg | 07. November 2016

Terodde trifft gegen Bielefeld dreifach

Der VfB Stuttgart hat seinen Positivtrend in der zweiten Fußball-Bundesliga fortgesetzt. Gestern Nachmittag siegten die Schwaben mit 3:1 gegen Arminia Bielefeld und festigten mit dem dritten Erfolg in Serie Platz zwei.

Simon Terodde (Zweiter von links) feiert mit der Mannschaft. Den Spielball nahm der dreifache Torschütze mit nach Hause.Foto: Baumann
Simon Terodde (Zweiter von links) feiert mit der Mannschaft. Den Spielball nahm der dreifache Torschütze mit nach Hause.Foto: Baumann

In der 90. Minute flankte Carlos Mané den Ball noch einmal hoch in den Strafrum von Arminia Bielefeld. Dort stand Simone Terodde, Torjäger des VfB Stuttgart, goldrichtig. Mit einer Direktabnahme zimmerte er den Ball zum 3:1 für die Schwaben in die Maschen. Der 28-Jährige erlöste mit seinem dritten Tagestreffer die VfB-Fans unter den 55 160 Zuschauern in der Mercedes-Benz-Arena.

Den ersten Höhepunkt des Fußball-Nachmittages lieferten die VfB-Fans mit einer schönen Choreographie beim Einlauf der Mannschaften. In der Cannstatter Kurve zeigten die Anhänger ein rot-weißes Fahnenmeer. Davor war ein Banner mit der Aufschrift „eingetragener Verein für Bewegungsspiele Stuttgart seit 1893“ zu sehen.

Auf dem Rasen ging es zu Beginn weniger munter zu. Die Schwaben übernahmen zwar das Kommando, aber Bielefeld stand gut und hatte in der vierten und zehnten Minute sogar die zwei ersten Torschüsse. Der Kopfball von Fabian Klos ging vorbei, den Schuss von Michael Görlitz hielt Mitch Langerak.

Erst ein Totalaussetzter von Gästetorwart Wolfgang Hesl bracht die Stuttgarter in der 14. Minute richtig ins Spiel. Nach einem Rückpass lief Terodde den Keeper an, dem versprang der Ball genau vor die Füße des VfB-Stürmers. Terodde nahm das Geschenk zum 1:0 dankend an. Nach der Führung wurde der VfB noch dominanter, verpasste es aber die Überlegenheit in Tore umzumünzen. Die beste Chance hatte Takuma Asano. In der zwanzigsten Minute lief der Japaner auf das Gästetor zu, wurde aber abgedrängt, weshalb sein Abschluss ungefährlich blieb. Kurz vor der Pause rettete VfB-Verteidiger Marcin Kaminski in letzter Sekunde und mit vollem Risiko vor dem einschussbereiten Andreas Voglsammer.

Abwehrfehler beim Ausgleich

Die erste Tormöglichkeit der zweiten Hälfte hatte Stuttgarts Kapitän Christian Gentner. In der 51. Minute köpfte er eine Eckballflanke an den Außenpfosten.

Danach bemühte sich die Arminia um den Ausgleich. Zunächst mit wenig Erfolg – bis der VfB selbst mithalf. Eine eigentlich harmlose Flanke verstolperte Kaminiski. Manuel Junglas stand parat und gab den Ball zu Voglsammer, der den Ausgleich erzielte. Kurz darauf krachte ein abgefälschter Distanzschuss von Tom Schütz an den Pfosten.

Aber der VfB berappelte sich schnell. Sechs Minuten nach dem 1:1 flankte Emiliano Insua auf den Kopf von Terodde – 2:1 für Stuttgart. Bei einer Doppelchance in der 79. Minute verpasste der Torjäger die Entscheidung. In der 90. machte er es besser. VfB-Trainer Hannes Wolf war nach dem Arbeitssieg froh, aber nicht zufrieden: „Wir haben in vielen Phasen mit zu wenig Intensität gespielt.“

Marco Jaisle
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