2. Bundesliga
Ludwigsburg | 17. Dezember 2016

Wolfs positive Bilanz vor der Winterpause

Die letzte Hinrundenpartie der 2. Fußball-Bundesliga ist für den VfB Stuttgart richtungsweisend. Trainer Hannes Wolf zieht eine insgesamt positive Bilanz vor der Winterpause. Der Einsatz von Kapitän Christian Gentner und Emiliano Insua morgen (13.30 Uhr/Sky) in Würzburg ist aber fraglich.

Im Profi-Fußball entscheiden oft Momente über Freud und Leid. Das weiß auch Hannes Wolf, Trainer des VfB Stuttgart, vor dem letzten von 17 Hinrundenspielen der 2. Bundesliga. „Gewinnen wir in Würzburg, können wir alle von einer guten Hinrunde sprechen, gewinnen wir da nicht, wird das anders bewertet“, skizziert der Coach die Ausgangslage vor dem Duell mit den Würzburger Kickers. Die Schwaben können sogar noch Herbstmeister werden, sollte Eintracht Braunschweig beim badischen Rivalen Karlsruher SC heute (13 Uhr) Punkte lassen. Doch verliert der VfB, ist Hannover 96 (am Sonntag gegen Sandhausen) in der Lage vorbeizuziehen.

Für Wolf ist es die elfte Ligapartie als Trainer der Roten. „Ich finde, dass insgesamt alles ziemlich gut gelaufen ist. Wir sind gerade auf einem direkten Aufstiegsplatz“, bilanziert der 35-Jährige. Es gebe allerdings noch viele Themen zu verbessern. Zu Beginn seines Wirkens hatte die Mannschaft im Spiel nach starkem Start ab Mitte der ersten Hälfte oft einen Bruch im Spiel. Dieses Defizit war zuletzt nicht mehr zu erkennen.

Dafür waren die zurückliegenden Auftritte spielerisch insgesamt schwach, vor allem bei der ärgerlichen 1:2-Niederlage am Montag gegen Hannover. „Das nervt uns alle immer noch. Schon auch richtig, dass da etwas Wut auf das Spiel gegen Würzburg entsteht“, sagt Wolf.

Zwar blitzen talentierte Einzelspieler wie Carlos Mané und Takuma Asano immer wieder auf, als spielerisch starke Einheit sind die Stuttgarter aber bisher selten aufgefallen. „Es ist auf jeden Fall ein großes Thema, auch für Sonntag und die Vorbereitung. Aber wir dürfen uns nicht selbst ins Bein schießen indem wir ein Thema zu groß machen und dadurch andere kleiner“, warnt Wolf. Auch Passsicherheit, Positionsspiel und Ballkontrolle will er noch verbessern.

Doch es gibt auch Dinge, die der Fußball-Lehrer positiv anmerkt: „Wir haben uns offensiv definitiv weiterentwickelt.“ Auch bei der Aktivität seien Fortschritte erzielt worden. Doch er mahnt: „Das ist nicht konstant. Wir müssen uns das jede Woche, jeden Tag neu erarbeiten und wollen uns steigern.“

Morgen in Würzburg bietet sich dafür zum letzten Mal in diesem Jahr die Chance. Bangen muss Wolf dabei um den Einsatz von Kapitän Christian Gentner und Linksverteidiger Emiliano Insua. Beide konnten gestern krankheitsbedingt nicht am Training teilnehmen. Innenverteidiger Timo Baumgartl ist gesperrt. Wer für ihn in die Innenverteidigung rückt, lässt der VfB-Trainer offen: „Wir haben mit Benjamin Pavard mehrere Optionen. Aber Toni Sunic trainiert wirklich seit Wochen gut und auf jeden Fall ein Kandidat zu spielen.“ Kevin Großkreutz, der am Mittwoch Vater wurde und seine Tochter Leonie gestern direkt als VfB-Mitglied angemeldet hat, wird dabei sein.

Marco Jaisle
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