Ludwigsburg | 11. Januar 2017

Katrin Schneider fordert ihren Ex-Club

Ehemalige Akteurin der SG BBM Bietigheim kommt als Spielertrainerin mit Ketsch zum Handball-Pokal

Bild der Vergangenheit: Handballerin Katrin Schneider im Trikot der SG BBM. Archivfoto: Baumann
Bild der Vergangenheit: Handballerin Katrin Schneider im Trikot der SG BBM. Archivfoto: Baumann

Der Tanz auf drei Hochzeiten geht für die Handballerinnen der SG BBM Bietigheim in die nächste Runde. Mit einem Sieg gegen die TSG Ketsch heute (20 Uhr/Viadukthalle) will die SG ins Final-Four des DHB-Pokal einziehen.

Olympia-Teilnehmerin Tabea Alt erwies sich als wahre Glücksfee, als die Turnerin aus Ludwigsburg bei der Auslosung dem Bundesliga-Tabellenführer als Viertelfinalgegner ein Heimspiel gegen Zweitligist Ketsch aus der Lostrommel fischte.

Bereits in den Runden zuvor, mussten die Enztälerinnen mit Trier und Kirchhof nicht gerade Hochkaräter aus dem Wege räumen. Doch danach fragt im Erfolgsfall niemand mehr, wenn am 27. und 28. Mai die vier Finalisten den deutschen Pokalsieger ausspielen.

Um die Ausrichtung dieser attraktiven Finalspiele können sich die vier qualifizierten Teams bewerben.

Unter dem neuen Namen Kurpfalz-Bären hat sich Ketsch als Zweitliganeuling nach 14 Spieltagen auf Rang 10, mit zwei Punkte Abstand zu den Abstiegsrängen, eingenistet. Als Spielertrainerin fungiert Ex-SG-Spielerin Katrin Schneider. Die Torschützenkönig der 1. Liga (Saison 2013/14) war nach der 31:37-Niederlage am vergangenen Sonntag gegen Mitaufsteiger Lintfort angefressen: „Das war ein blutleerer Auftritt von uns“.

Bären wollen Krallen zeigen

Heute wollen ihre Bären die Krallen ausfahren und dem Bietigheimer Starensemble so lange wie möglich Paroli bieten. Bietigheim geht nach dem überzeugenden Start ins neue Jahr mit Erfolgen in der Bundesliga und im EHF-Pokal mit Riesenportion Selbstvertrauen in die Pokalpartie.

„Als Trainer will man immer alles Spiele gewinnen, um auf allen drei Hochzeiten lange zu tanzen“ lässt SG-Trainer Martin Albertsen keinen Zweifel aufkommen, mit Vollgas ins Final-Four einzuziehen. 40 Tore in der Liga gegen Neckarsulm, 39 Treffer im EHF-Pokal gegen Trondheim.

Die SG-Fans können sich auf eine neuerliche Torflut freuen. Allerdings kann SG-Coach Albertsen diesmal nicht aus dem Vollen schöpfen. Etliche Spielerinnen sind grippekrank, Einsatz ungewiss.

Martine Smeets, Hanna Yttereng und Linda Mack fehlen wegen Verletzungen. „Wir nehmen den Gegner sehr ernst und wollen uns auch in diesem Spiel weiterentwickeln“ so der dänische Übungsleiter. Der 42-jährige wird heute wohl der zweiten Reihe eine Chance geben, denn am Sonntag wartet in Ungarn mit dem HC Erd im EHF-Pokal ein hohe Hürde auf seine Mannschaft.

Die restlichen Viertelfinalpaarungen lauten: SGH Rosengarten-Buchholz – Buxtehuder SV,

TuS Metzingen – VfL Oldenburg (beide Spiele heute), Thüringer HC – Frisch Auf Göppingen (14. Januar).

Erich Reiner
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