2. handball-bundesliga
Ludwigsburg | 20. Mai 2017

SG Bietigheim fordert den Meister

In Bietigheim geht es meisterlich weiter. Am Mittwoch wurden die SG-Damen für den deutschen Titelgewinn geehrt, heute gastiert mit dem TuS N-Lübbecke der bereits feststehende Meister im Spitzenspiel der 2. Männer-Bundesliga bei der zweitplatzierten SG. Anpfiff ist um 20 Uhr in der Ege Trans-Arena.

Fordert eine Top-Leistung von seinem Team: SG-Coach Hartmut Mayerhoffer.Foto: Baumann
Fordert eine Top-Leistung von seinem Team: SG-Coach Hartmut Mayerhoffer.Foto: Baumann

N-Lübbecke hat den Aufstieg in der Tasche. Aber welche beiden Teams begleiten die Westfalen nach oben und gehört Bietigheim dazu? Diese Frage kann auch Aaron Ziercke, der Trainer des Meisters, nicht beantworten. „Alles ist offen. Vermutlich wird sich das erst am letzten Spieltag entscheiden. Es ist unglaublich, welche Überraschungen die 2. Liga bringt“, wundert sich der Ex-Nationalspieler und meint damit auch die 24:27-Heimniederlage der zu den Aufstiegsanwärtern zählenden TSG Friesenheim am Mittwoch gegen die abstiegsbedrohte SG Leutershausen.

Nicht überraschen lassen will sich Ziercke heute Abend. „In der Rückrunde haben wir erst drei Punkte abgegeben und dabei soll es auch bleiben. Wir wollen unsere gute Serie fortsetzen.“ Respekt hat der 45-Jährige vor Bietigheims Angriff. „Nach uns hat die SG die meisten Tore in der Liga erzielt. Das spricht für ihre Stärke. Vor allem das schnelle Umschaltspiel müssen wir verhindern.“

Mit elf Ausländern ist N-Lübbecke klar auf die 1. Bundesliga ausgerichtet. „Wir haben aber keine Stars geholt, sondern vor allem unbekannte, entwicklungsfähige Spieler“, unterstreicht Ziercke. „Das war ein gewisses Risiko, zahlte sich aber aus.“ Beispiele dafür sind der Kroate Ante Kaleb, der Pole Lukasz Gierak und der Schwede Pontus Zettermann, die alle zu den besten Torwerfern und Anspielern der 2. Liga zählen.

Die Bietigheimer fiebern der Partie gegen den Tabellenführer entgegen. Nicht nur weil es ein Spitzenspiel ist. Die SG wurde von einer Grippewelle erfasst und mehrere Spieler fielen in den letzten Tagen krank aus. Jammern hilft nicht. Deshalb schaut Trainer Hartmut Mayerhoffer nach vorne. „Das ist ganz klar ein Erstligist, die Übermannschaft der Liga“, so seine Meinung über Lübbecke. „Aber das darf uns nicht interessieren. Wir müssen auf uns selbst schauen. Gegen diesen physisch starken Gegner, der auch über hervorragende Torhüter verfügt, ist eine Top-Leistung nötig. Nur dann ist ein Sieg möglich.“

von paul herbinger
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