Ludwigsburg | 11. Januar 2017

Paukenschläge durch Lokalmatadore

Tennis Grand Prix in Schwieberdingen startet mit einigen Überraschungen

Eine Runde weiter: Der Korntaler Dominik Böhler bezwang Vadym Ursu. Foto: Baumann
Eine Runde weiter: Der Korntaler Dominik Böhler bezwang Vadym Ursu. Foto: Baumann

Das Hauptfeld des Südwestbank Tennis Grand Prix in der Schwieberdinger Tennishalle startete gestern mit Paukenschlägen: Alle Lokalmatadore, die am Start waren, setzten sich gegen ihre in der Weltrangliste teils deutlich besser platzierten Konkurrenten durch.

Die größte Überraschung gelang dabei Hendrik Jebens (ATP-Ranglistenplatz 1855): Der Hüne aus Stuttgart-Feuerbach schlug den hoch gehandelten, erst 16-jährigen Junioren Rudolf Molleker (ATP 1061) 6:3, 6:4. Der Brandenburger, der exklusiv in München bei Davis-Cup-Chef Michael Kohlmann trainiert, hatte den gewaltigen Aufschlägen und der schnellen Vorhand des College-Studenten nichts entgegenzusetzen. Der gebürtige Ukrainer Molleker gilt als größtes Talent seit Alexander Zverev (20), der deutschen Nummer 1.

Im zweiten Match des Tages dominierte Dominik Böhler (ATP 731) das Geschehen. Der Korntaler, der nächste Saison für Waiblingen spielt, schlug den 128 Weltranglistenplätze besser platzierten Ukrainer Vadym Ursu relativ locker 6:4, 6:3. Böhler profitierte dabei vor allem von seiner Beweglichkeit und seiner Fitness.

Der dritte Schwabe, der sich gestern relativ souverän durchsetzte, war der Friedrichshafener Jakob Sude (ATP 777). Vor den Augen seiner Schwester Julia, der Weltranglisten-Dritten im Beach-Volleyball, schlug er den sieben Plätze besser platzierten Niederländer Gijs Brouwer in nur 46 Minuten 6:2, 6:3.

Ausgeschieden ist dagegen der Kölner Valentin Günther. Der 18-Jährige, der sich durch die Qualifikation gekämpft hatte, verlor gegen den an vier gesetzten Weißrussen Yareslau Shyla (ATP 518) 4:6, 4:6. Dafür, dass der Teenager noch nicht in der Weltrangliste geführt wird, ist dies eine mehr als respektable Leistung. Auch der Stuttgarter Christoph Negritu schlug sich gegen den Tschechen Pavel Nejedly ordentlich, verlor aber dennoch 3:6, 5:7.

v on peter zettler
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