TSV Münchingen hat den Ligaverbleib vor Augen
TSV Münchingen hat den Ligaverbleib vor Augen

Ludwigsburg. Zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt ist 07 Ludwigsburg mit zuletzt zwei Niederlagen in eine Formkrise hineingeschlittert. Am Samstag (15.30 Uhr) steht jetzt ausgerechnet das Duell mit Tabellenführer Neckarsulmer Sport-Union auf dem Programm, mit Löchgau und Backnang folgen anschließend zwei weitere Topgegner.
„Für mich kommen diese Spiele zur rechten Zeit“, widerspricht jedoch Trainer Matteo Battista. Beim 2:3 in Schwaikheim habe der ein oder andere wohl gedacht, man gewinne im Vorbeigehen, erklärt er und ist überzeugt: „Gegen unsere nächsten drei Gegner weiß jeder, dass das nicht funktioniert“. Der von ihm befürchtete Knacks nach dem „moralischen Knock-Out in Schwaikheim“ (Battista) ist offenbar ausgeblieben, denn im Training registrierte der Coach erfreut eine ganz hohe Intensität.
Personell ist er aber mit einigen Ausfällen konfrontiert. So wird George Berberoglu wegen seiner Rotsperre noch drei Spiele zusehen müssen. Neben den Dauerverletzten fehlen auch Julian Neef und Marvin Goncalves.
Eitel Sonnenschein herrscht dagegen beim Tabellenzweiten FV Löchgau, der vom Ingersheimer Trainer Michael Mieck zuletzt sogar zum Titelkandidat erklärt wurde. Vor dem samstäglichen Gastspiel beim SV Fellbach wehrt sich FVL-Coach Evangelos Sbonias zwar nicht gegen diese Rollenzuweisung, doch sein Ansatz ist ein anderer: „Natürlich war das letzte Woche ein herausragender Auftritt meiner Elf. Für uns stellt sich jetzt aber die Aufgabe, diese Leistung zu konservieren und und jede Woche auf den Platz zu bringen“, sagt er.
Ein wichtiger Faktor sei dabei, dass die Mannschaft inzwischen Vertrauen in System und Spielweise habe. „Unser Spiel beruht nun einmal stark auf Automatismen“, erzählt Sbonias und stellt zufrieden fest, dass zuletzt jeder gewillt war, „seine Position so zu besetzen, wie wir das im Training erarbeitet haben“. Personell dürfte er auf das erfolgreiche Team der Vorwoche bauen. Lange fehlen wird Mathias Siegele, der für acht Spiele gesperrt wurde.
Zeigen, wie er sich nach dem Pokalhighlight gegen Heidenheim erholt hat, muss dann am Sonntag der TSV Heimerdingen im Heimspiel gegen Tura Untermünkheim. „Im Pokal haben wir zwar vieles richtig gemacht und Werbung für den Verein betrieben, aber jetzt geht es darum, dass wir uns wieder auf dem Ligaalltag konzentrieren“, schwört Trainer Andreas Broß sein Team ein.
Einen der Mitfavoriten hat der FV Ingersheim mit der TSG Backnang zu Gast. „Sie gehören sicher zu den Top 3 in der Liga und sind seit sechs Spielen ungeschlagen“, hat FVI-Coach Michael Mieck gehörigen Respekt vor der mit starken Individualisten gespickten TSG. Bei seinem eigenen Team, das unter der Woche einen gemeinsamen Wasenbesuch absolvierte, hofft Mieck dagegen auf den Teamgeist und eine geschlossene Mannschaftsleistung. Personell kann er nahezu aus dem Vollen schöpfen und kündigt daher an: „Es wird Härtefälle geben“.
Ebenfalls am Sonntag gastiert der TSV Münchingen beim FSV Waiblingen. „Das ist bereits ein Kellerduell“, blickt TSV-Abteilungsleiter Hans-Peter Kurz den nüchternen Fakten des Tabellenbilds in die Augen. Vor allem um die Durchschlagskraft der TSV-Offensive war es zuletzt nicht gut bestellt. Daher ist die Erleichterung groß, dass mit Michele Ancona der Dreh- und Angelpunkt des Münchinger Angriffsspiels nach abgelaufener Sperre erstmals wieder zur Verfügung steht. Erst in der Rückrunde rechnet man wieder mit Christian Buck, der nach Kreuzbandriss wieder das Training aufgenommen hat.




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