27.07.2012

Die Freiberger packen es an

„Wir haben unseren Betriebsunfall korrigiert.“ Kapitän Marko Kovac greift mit seinem Team wieder dort an, wo der SGV Freiberg seiner Meinung nach hingehört: in der Oberliga Baden-Württemberg.

Die Neuen mit dem Trainerduo: Hinten von links: „Co“ Christian Werner, Uwe Zangl und Chef Ramon Gehrmann; vorne von links: Henning Bortel, Michael Schürg und Marian Ferlein.

Freiberg. In den Statements beim Pressegespräch schwang gestern auch bei Trainer Ramon Gehrmann und dem Sportlichen Leiter Ivo Popic noch leiser Stolz mit, binnen eines Jahres mit der Verbandsligameisterschaft den sofortigen Wiederaufstieg geschafft zu haben. Nicht zu überhören waren andererseits die warnenden Töne, dass die Oberliga „noch mehr Zweikämpfe mit körperlich starken und auch schnellen Spielern“ (Gehrmann) bringt.

„Ich werde den Teufel tun und meinem Vorgesetzten widersprechen“, hielt sich denn auch Kovac mit kurzfristigen Prognosen zurück. „Wir sind langfristig gut aufgestellt“, sieht der 25-jährige Spielmacher den SGV auf einem guten Weg, zumal man vor einem Jahr mit dem Trainer einen Glücksgriff gelandet habe.

Dagegen steht die Saisonvorbereitung des Aufsteigers unter einem äußerst unglücklichen Stern. Rückkehrer Uwe Zangl wird heute operiert, es ist sein zweiter Kreuzbandriss. Pausieren müssen vorläufig Sven Franzen (Schambeinentzündung), Marijan Salopek (Kniescheibenbruch), Niko Rummel (Muskelfaserriss) und auch Kovac, der nach einer hartnäckigen Achillessehnenentzündung zunächst nur leichtes Lauftraining absolvieren kann.

So könnte der Wunsch von Ivo Popic, dass die Nachwuchstalente Spielpraxis sammeln werden, sehr schnell in Erfüllung gehen. Der SGV setzt auf die Jugend. Von Denis Zagaria und Tim Leibold („Das sind mit die größten Talente im Verein“) schwärmt Coach Gehrmann in den hellsten Tönen. „Wir sind froh, dass wir solche Spieler aus der A-Jugend rauskriegen.“

Konkurrenz belebt das Geschäft – die Binsenweisheit münzt Gehrmann auch auf Neuzugang Michael Schürg (Wormatia Worms). Er attestiert dem 27-jährigen Stürmer zwar Erfahrung, Ehrgeiz und gute Technik, „aber körperlich ist er noch nicht da, wo ich ihn gerne hätte“. Bestens bestückt sieht der Trainer den SGV auf der Torhüterposition, wo sich Henning Bortel (KSC II) und Marian Ferlein (KSC U19) zu Kevin Kraus gesellt haben.

Mit dem neuen Co- und Torspieler-Trainer Christian Werner und einem U23-Team (Kreisliga A), das Manfred Jung mit Blickrichtung Bezirksliga übernommen hat, soll ein tragfähiges Fundament gelegt werden. Dass sich im Hintergrund beim SGV verstärkt auch wieder Männer wie Joachim Plemenik (Stadionzeitung/Webmaster) und Karl Vogel einbringen, passt zur Aufbruchstimmung rund ums Wasenstadion.

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