
Ein Teilnehmerfeld allererster Güte

Ludwigsburg. Stechen die Nellinger „Schwaben Hornets“ nach ihrem Turniersieg 2011 erneut zu? Wird Bundesligist Frisch Auf Göppingen seiner Favoritenrolle gerecht? Gelingt dem Lokalmatador SG BBM Bietigheim ein Heimsieg oder entführt der Schweizer Europacupteilnehmer LK Zug den Lotto-Cup erstmals ins Ausland? Die Fans sind gespannt.
Von den aktuell 27 Bundesligisten mischen gleich sieben mit. Das sind Frisch Auf Göppingen und die Vulkan Ladies Koblenz/Weibern aus der 1. Bundesliga sowie BSV Sachsen Zwickau, TSG Ober-Eschbach, 1. FSV Mainz 05, Titelverteidiger TV Nellingen und Lokalmatador SG BBM Bietigheim aus der 2. Bundesliga.
Fünf weitere Erstligisten aus der Schweiz und Österreich sorgen für internationales Flair. Darunter mit dem Schweizer Top-Team LK Zug auch ein Europacup-Teilnehmer. Neben Zug spielen auch DHB RW Thun, SG Basel Regio und TV Uster in der Swiss Premium League. International am Ball war auch schon der SSV Dornbirn-Schoren, der sich in Ludwigsburg für die Saison im österreichischen Handball-Oberhaus einspielt. In den 20 teilnehmenden Mannschaften mischen rund 50 Nationalspielerinnen mit
Frisch Auf Göppingen will sich endlich auch einmal den Cup greifen. Die Mannschaft des Ex-Bundesligaspielers Aleksandar Knezevic stand im April im Viertelfinale der deutschen Meisterschaft und strebt dies auch in der neuen Runde an. Mit der Litauerin Birute Stellbrink spielt eine der zehn besten Werferinnen der 1. Bundesliga bei den Grün-Weißen. Dauergast in Ludwigsburg sind die „Vulkan-Ladies“ aus Koblenz/Weibern (früher TuS Weibern). Der Bundesligaaufsteiger hat sich unter anderem mit Nationalspielerinnen aus Polen und der Ukraine kräftig verstärkt. Dreh- und Angelpunkt des TuS ist Simone Salz, die in der letzten Saison aus dem Feld heraus mit 210 Treffern die mit Abstand beste Torjägerin der Bundesligen war.
SG BBM Bietigheim kann
ein Wörtchen mitreden
Von den fünf Zweitligisten wird vor allem Bietigheim und Nellingen zugetraut, ein ernsthaftes Wörtchen mitzusprechen. Bietigheim hat sich auf dem Transfermarkt vier „dicke Fische“ geangelt: Nationalspielerin Anja Rösler vom HC Leipzig, U20-Weltmeisterin Kira Eickhoff vom FHC Frankfurt/Oder, die Litauerin Daiva Aleksandraviciute und die Slowakin Simona Pileková. Bekanntester Neuzugang der „Schwaben Hornets“ aus Nellingen ist die Polin Lucyna Wilamowska, die aus Trier auf die Fildern wechselte. Wie Nellingen (2005, 2009 und 2011) sowie Bietigheim (2010) hat auch schon der BSV Sachsen Zwickau den Lotto-Cup gewonnen (2008). Das von der DHB-Internationalen Alexandra Uhlig angeführte BSV-Team will zumindest ins Halbfinale.
Dort stand im Vorjahr das damals noch in der 3. Liga spielende Überraschungsteam der TSG Ober-Eschbach. Die „Pirates“ aus dem Taunus stiegen mittleweile in die 2. Liga auf. Das glückte auch dem 1. FSV Mainz 05, der mit großen Ambitionen anreist.
Ins Ausland wanderte der Pott noch nie. Am ehesten scheint der LK Zug in der Lage, die deutsche Siegesserie zu beenden. Das Schweizer Spitzenteam ist Dauergast im Europacup. Diese internationale Erfahrung will die Mannschaft in der Barockstadt erfolgreich ausspielen.
Insgesamt hatten sich rund 30 Mannschaften um eine Teilnahme beworben. Trotz der Ausweitung auf drei Spielhallen konnten aber nicht mehr als 20 Teilnehmer zugelassen werden. Deshalb musste mehreren Vereinen abgesagt werden.
Dabei ist die Neckarsulmer SU, für die die 3. Liga nur eine Durchgangsstation sein soll. Um die frühere Göppinger Bundesligatorjägerin Martina Fritz, drei weitere ehemalige Erstligaakteurinnen und die Jugend-Nationalspielerinnen Odenwald und Tissekker haben die Unterländerinnen eine ganz starke Truppe formiert. Dazu kommen als Neuzugänge die seit Jahren von Bundesligisten umworbenen Torjägerinnen Lena Hoffmann (Großbottwar) und Luisa Gerber (Pflugfelden).