TSV Münchingen hat den Ligaverbleib vor AugenLudwigsburg. Möglingens Trainer Jürgen Krause nutzte in der Vorbereitung zahlreiche Testmöglichkeiten, um seine Neuzugänge unter die Lupe zu nehmen. Theresa Fischer, die vom TV Pflugfelden kam, laboriert derzeit ebenso wie ihre Mannschaftskollegin Jasmina Jaksche an einem Kreuzbandriss. Die 18-jährige Schülerin soll nach ihrer Gesundung Anke Czöczock im rechten Rückraum unterstützen.
Mit Anita Koziol hat eine Spielerin den Weg nach Möglingen gefunden, die vor zwei Jahren noch für die SG BBM Bietigheim in der 1. Liga auf Torejagd ging. Nach einem Jahr in der Württembergliga beim HV Stuttgarter Kickers möchte die 26-jährige Kreisläuferin noch einmal höherklassig spielen. Ergänzt wird die Position am Kreis durch Allrounderin Julia Kain, mit 16 Jahren eine der jüngsten Zweitligaspielerinnen in Deutschland. Vervollständigt wird das Team durch Linkshänderin Katrin Gall, die bis Ende der Saison 2010/2011 in der 1. TVM-Frauenmannschaft spielte. Damit umfasst der Kader 15 Spielerinnen, ein Novum für das Möglinger Team, das in den letzten Jahren immer wieder aufgrund von Personalmangel ans Limit gehen musste.
Nachdem der sportliche Abstieg aus der Drittklassigkeit am grünen Tisch revidiert wurde, weil ein Oberligaaufsteiger verzichtete, bereitet die neue Trainerin des TV Großbottwar, Kornelia Baboi, ihr Team auf die neue Saison vor. Allerdings ohne Lena Hoffmann. Die Top-Werferin wechselte nach dem Weggang von Trainer Paul Herbinger nach Neckarsulm. Pikant: Nun trifft der TVG in der Liga auf seinen Ex-Star Hoffmann.
Neuzugang Carmen Preischl (SG BBM Bietigheim) und Denise Geier sollen die Lücke vorerst gemeinsam auf halblinks schließen. Sobald Saskia Stimmler ihre Knieverletzung restlos auskuriert hat, dürfte auch der Zugang aus Waiblingen eine Option im linken Rückraum sein. „Saskia ist jedoch erst wieder seit drei Wochen im Mannschaftstraining“, betont Baboi, „bei ihr müssen wir noch etwas Geduld haben. Sollten wir von weiteren Verletzungen verschont bleiben, ist ein sicherer Mittelfeldplatz für uns drin.“
Die einstige Erstliga-Akteurin Baboi, die zuletzt das Württemberg-Liga-Team der SG BBM Bietigheim coachte, muss auch im Tor eine neue Lösung finden: Tabea Kraft hat die Bottwartälerinnen in Richtung Pflugfelden verlassen. Stefanie Ege aus der Bietigheimer Zweitliga-Reserve soll sie ersetzen – zusammen mit Nicole Harjung. „Meine Torhüterinnen sind beide gleich stark“, sagt die Ungarin Baboi, „Ege ist groß, Harjung etwas kleiner – da haben wir je nach Gegner gute Variationsmöglichkeiten.“
Auch bei der Abwehrformation setzt die neue Trainerin auf Flexibilität: Das 6:0-System ist das Großbottwarer Grundkonzept – je nach Gegner will der TVG jedoch durchaus auch umstellen. Seit vier Jahren hat Barboi ihre aktive Laufbahn beendet, in der Saison eins nach Lena Hoffmann steht sie beim TV Großbottwar in der 3. Liga, die am 15. September beginnt, gleich vor einer echten Bewährungsprobe. Ihre Erfahrung aus elf Jahren Erstliga-Handball als Spielerin in Ungarn und Deutschland dürften ihr dabei helfen.




TSV Münchingen hat den Ligaverbleib vor Augen