DEL-Traum der Steelers zerplatzt
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Deutsche Volleyballer schwitzen in RuitLudwigsburg. Am Montag hatte die Ludwigsburger Sportlerin des Jahres 2011 vom LAZ Salamander Kornwestheim-Ludwigsburg im Gespräch mit der LKZ noch ihren ungebrochenen Ehrgeiz aufblitzen lassen, einen Tag später ließ sie Taten folgen.
Mit ihrem Trainer Tamas Kiss (Murrhardt) reiste die 1,81 m große Athletin zum Leichtathletik-Meeting ins schweizerische Luzern. „Es hat alles gepasst“, berichtete Kiss gestern. „24 Grad, die Zuschauer sind dort sehr nah dran.“
Zu Beginn des Wettkampfes sei Marie-Laurence Jungfleisch noch etwas unsicher gewesen, habe sich aber nicht aus dem Konzept bringen lassen. „Je höher die Latte gelegt wurde, umso besser ist sie gesprungen“, attestierte der Coach seinem Schützling einen beeindruckenden Wettkampf.
Die 1,95 m meisterte die 21-Jährige nervenstark im dritten Versuch. Ebenfalls im dritten Anlauf überquerte die Bulgarin Mirela Demirewa diese Höhe und sicherte sich aufgrund der insgesamt geringeren Zahl von Fehlversuchen den Sieg und einen 2000-Euro-Diamanten. „Den wollte Marie-Laurence unbedingt haben“, merkte Tamas Kiss verschmitzt an. Auch ihre 1,97 m sahen „sehr vielversprechend“ aus, doch die Latte fiel und das wertvolle Schmuckstück war weg.
Nach den Vorgaben des Deutschen Olympischen Sport-Bundes (DOSB) hätte die Salamander-Athletin die 1,95 m bis zum 4. Juli springen müssen, um das Ticket nach London zu erhalten. Zu diesem Zeitpunkt hatte Jungfleisch ebenso wie Ariane Friedrich aber nur 1,92 m zu Buche stehen. Die Frankfurterin wurde dennoch für die Spiele nominiert. Den Ausschlag gaben wohl ihre Verdienste für die deutsche Leichtathletik und ihre größere internationale Erfahrung.
Die bessere Form kann im Moment aber mit Sicherheit die Ludwigsburgerin vorweisen. „Schon am 17. Mai ist sie in Eppingen sehr knapp an 1,95 m gescheitert“, ließ der Trainer die Saison Revue passieren. „Für mich war es nur eine Frage der Zeit.“
Bei der allerletzten Qualifikationschance für Olympia in Eberstadt wackelte die Latte nach dem Versuch über 1,95 m, schien liegenzubleiben und fiel erst herunter, als die Höhenfliegerin die Matte schon wieder verlassen hatte. „In der Leichtathletik entscheiden oft Millimeter oder Hundertstelsekunden“, ordnete Stadtverbandstrainer Marko Lindner die vergeblich Hatz nach der Norm ein. „Das ist jetzt natürlich ein schlechtes Timing, aber ich freue mich für Marie-Laurence.“
In den vergangenen Wochen reiste Jungfleisch von Meeting zu Meeting: 1,92 m in Paris, 1,87 m in Nancy, 1,89 m in London. Auch bei schwierigen Bedingungen zeigte sie Konstanz. Der Ausreißer nach oben in Luzern bedeutet persönliche Bestleistung (bisher 1,93 m) und eine gehörige Portion Genugtuung.




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