Bayreuth. „Es kann nicht sein, dass wir als gesamte Mannschaft nur 14 Rebounds haben. Gary McGhee hatte nur einen Rebound weniger als mein Team. Das ist inakzeptabel“, monierte Coach Steven Key. „Wir sind schwach gestartet, haben dann aber Herz bewiesen und uns ins Spiel zurückgekämpft. Wir haben jedoch zu viele Fehler gemacht, die uns letztendlich das Genick gebrochen haben“, resümierte A-Nationalspieler Lucca Staiger.
Dem Blitzstart des BBC Bayreuth hatten die Neckar Riesen zunächst nichts entgegenzusetzen. Bereits in der 5. Minute konnten die Bayreuther nach einem sehenswerten Fastbreak von Beckham Wyrick erstmals zweistellig in Führung (15:4) gehen und diese kontinuierlich weiter bis zum 28:12-Zwischenstand ausbauen. Vor allem an den Brettern ermöglichten den Wagnerstädter viele Rebounds und zweite Wurfchancen.
Insbesondere A-Nationalspieler Lucca Staiger (19/5) hatte dann mit zwei seiner insgesamt fünf erfolgreichen Dreipunktwürfen und einem erfolgreichen Halbdistanztreffer maßgeblichen Anteil daran, dass der Vorsprung der Hausherren bis auf 41:37 (17.) schmolz. Der Endspurt in die Halbzeitpause gehörte jedoch wiederum dem BBC Bayreuth. So wurden die Seiten beim Stand von 49:40 (20.) gewechselt. Jason Cain eröffnete den dritten Durchgang mit einem Tipp-In für den BBC Bayreuth, danach war jedoch vorübergehende „Sendepause“ in Bayreuths Offensive. Angeführt vom bärenstarken Aufbau-Neuzugang Kammron Taylor (23/1), der sich Anfang 2011 auch einmal um einen Vertrag in Bayreuth bemüht hatte, damals aber seinem US-Landsmann Drew Neitzel den Vortritt lassen musste, bliesen die Gäste erneut zur Aufholjagd.
Mit einem Freiwurftreffer konnte der Ex-Bayreuther Max Weber zum 54:54 (25.) ausgleichen, kurz darauf sorgten zwei erfolgreiche Dreipunktwürfe von Taylor und Ivan Elliott für die erste Gästeführung (58:60/27.). Das Momentum schien kurzzeitig bei den Schwaben, doch diese hatten Peter Zeis offensichtlich nicht auf ihrer Rechnung. Das BBC-Nachwuchstalent feuerte im Endspurt des dritten Durchgangs zwei Dreier „mitten ins Herz“ der Neckar Riesen und bewahrte seinem Team damit einen hauchdünnen 67:66-Vorsprung (30.) vor den letzten zehn Minuten.
Mit enormer Energie und einem 15:3-Lauf startete der BBC, bei dem in dieser Phase zweimal Wyrick und einmal Cain von jenseits der 6,75er-Linie trafen, in den Schlussabschnitt und zog schnell auf 84:69 (34.) vorentscheidend davon.
Ludwigsburg hatte nun nichts mehr entgegenzusetzen, die kampfstarken und abgeklärt aufspielenden Hausherren brachten am Ende einen verdienten 94:82-Sieg über die Ziellinie. Der Schlüssel zum Erfolg der Bayreuther war die Rebound-Überlegenheit (35:14), für die insbesondere der Topscorer Gary McGhee (22 Punkte/13 Rebounds) in seinem bis dato besten Saisonspiel verantwortlich zeichnete.





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